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Januar
27.01.1999
Nachdem der
von der neuen rot-grünen Bundesregierung angekündigte schnelle Ausstieg
aus der „Wiederaufarbeitung“ – also der chemischen-physikalischen
Auftrennung der verstrahlten Brennelemente in die drei Fraktionen
Spaltprodukte, Plutonium und Uran – wieder vom Tisch ist, steigt
der Kurs der RWE Aktie an der Börse um 13,56 Prozent.
21.01.1969
Im Schweizer
Versuchsatomkraftwerk Lucens ( Wärmeleistung 28 MW, elektr. Nettoleistung
8 MW, mit Gas gekühlt und mit Schwerwasser moderiert, mit angeblich
nicht angereichertem Natururan betrieben) werden Brennelemente überhitzt.
Feuer bricht aus. Der Reaktorkern schmilzt partiell. Eine große
radioaktive Verseuchung der Umwelt fand nicht statt, da es nur ein
sehr kleines AKW war, das man sicherheitshalber in eine Felskaverne
tief in einen Berg gebaut hatte. Die genaue Menge der in die Umwelt
gelangten Radioaktivität wird nicht mitgeteilt. Da schon vor dem
eigentlichen Unfall ein Radioaktivitätsanstieg angezeigt wurde,
waren alle Mitarbeiter gewarnt und konnten sich in Sicherheit bringen.
Es dauerte über zehn Jahre bis der Untersuchungsbericht, an dem
zudem keine unabhängigen Experten mitgearbeitet haben, vorgelegt
wird. Der radioaktive Müll des AKWs lagert seit dem Jahr 2003 im
zentralen Zwischenlager Würenlingen.Das
mit Schwerwasser moderierte AKW war erst am 29. 01.1968 in Betrieb
genommen worden und wegen Störungen gleich wieder außer Betrieb
gesetzt worden. Insgesamt lief er bis zur Totalzerstörung nur wenige
Stunden (!). Ursprünglich hatte man sogar vorgehabt, dieses AKW
in der ETH Zürich als Heizkraftwerk zu bauen.
www.ethbib.ethz.ch/exhibit/Traum_Reaktor/index.html
www.tg.ethz.ch/dokumente/rezensionen/energieundumwelt_wildi.pdf
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/specials/68888/index.html
17.01.1966
Über dem spanischen
Fischerdorf Palomares kollidiert ein B-52-Bomber mit einem Tankflugzeug.
Aus dem 10.000 Meter hoch fliegenden Bomber stürzen vier Atombomben
zur Erde. Weil die Zünder nicht aktiviert sind, explodieren sie
nicht. Zwei Bomben reißen auf. Plutonium und Americium verseuchen
die Gegend. Die letzte Bombe wird erst nach 80 Tagen auf dem Meeresgrund
gefunden. Heute leiden in Palomares viermal mehr Menschen an Krebs
als andernorts in Spanien. (gpm 2.06, S. 49)
13.01.1977
Infolge Raureifbildung
an Isolatoren auf beiden vom Akw Gundremmingen abführenden Hochspannungsleitungen
muss der Reaktor schnell abgeschaltet werden. Fehlfunktionen führen
dazu, dass nach einigen Minuten das Wasser 3 - 4 Meter hoch im Reaktorraum
steht und Deutschlands erstes Großkernkraftwerk Totalschaden hat.
08.01.1980
Die Eigentümer
des AKW Gundremmingen, einerseits die RWE AG (Essen, 75 %) und andererseits
die Bayernwerke AG (München, 25 %), beschliessen, das AKW Gundremmingen
Block A, das am 13.1.1977 einen schweren Unfall hatte, nicht mehr
weiter reparieren sondern endgültig stilllegen zu lassen.
07.01.1988
Der dritte
von 4 Klägern gegen die Wackersdorfer Plutoniumfabrik, „WAA“, verkauft
seine 24 Hektar Land für 1,6 Millionen DM an die Deutsche Gesellschaft
für Wiederaufarbeitung (DWK). Der vierte Landwirt Michael Maier
verkauft nicht und klagt weiter.
03.01.2007
Die Bundesregierung
veröffentlicht ein Interview der Financial Times Deutschland mit
Bundeskanzlerin Dr. Merkel. Darin sagt sie: „Bei der Kernenergie
muss man ehrlich sagen, die Entsorgungsfrage ist bis heute nicht
befriedigend geklärt.“
03.01.1961
Im Idaho National
Engineering Laboratory kommt es im Versuchsreaktor SL-1 zu einer
Dampfexplosion. Drei Techniker sterben.
02.01.1958
In einer der
Atomfabriken in Majak bei Tscheljabinsk kommt es in einer Versuchsabteilung
in einer Uranylnitrat-Lösung ungewollt zu einer Kettenreaktion.
Drei Menschen werden getötet.
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