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AKW Gundremmingen
Gegen das Zwischenlager Gundremmingen
     

Aktuell

Wir dokumentieren in unseren Kalenderblättern eine Reihe von atomrelevanten Ereignissen und Unfällen, die uns nachdenklich stimmen. Für Ergänzungen oder Hinweise auf Fehler im Text sind wir dankbar - Bitte dafür ein Mail an: vorstand(add)atommuell-lager.de oder Telefon 0821-541936 - oder geben Sie uns dafür ein Feedback - Danke


April

26.04.1986

In Tschernobyl, in der Ukraine nahe an der weißrussischen Grenze gelegen, explodiert ein Reaktorblock. Nach tagelangen Vertuschungen durch die Regierung der Sowjetunion und ahnungslosen Reaktionen der in Deutschland für den Strahlenschutz Verantwortlichen wird deutlich, daß Tausende Menschen besonders als Katastrophenhelfer als auch als Betroffene im Umkreis von mehreren hundert Kilometern tödlich verstrahlt werden.

In der Sowjetunion wird der katastrophale Unfall verschwiegen. Hunderttausende Menschen werden nicht gewarnt und so unnötig verstrahlt.

In Frankreich wird staatlich (Staatspräsident ist der Sozialist Mitterand und Premierminister ist Chirac aus dem bürgerlichen Lager) die Verstrahlung wider besseren Wissens geleugnet.

In Deutschland denken die verantwortlichen Politiker mehr an den Schutz der Atomindustrie als an den Schutz der Bevölkerung: Bundesinnenminister Dr. Friedrich Zimmermann: "Wir sind 2000 km von der Unfallstelle entfernt. Eine Gefährdung der deutschen Bevölkerung ist absolut auszuschließen." Bundesforschungsminister Dr. Heinz Riesenhuber: "Bei uns wäre ein solcher Zwischenfall undenkbar, unsere Reaktoren sind absolut sicher." Bayerns Umweltminister Dick isst demonstrativ verstrahlte Molke und sein Kollege Weiser in Baden Württemberg sagt: "Es gibt keinen Krisenstab, weil es keine Krise gibt." Und weiter: "Wenn wir den Unfall bei uns im Land gehabt hätten, dann wäre alles geregelt gewesen."


17.04.1958/

In Hamburg demonstrieren vor dem Rathaus 150.000 Bürgerinnen und Bürger unter dem Motto „Kampf dem Atomtod“ gegen die Pläne zur atomaren Bewaffnung der Bundeswehr.


04.04.1967

Im ehemaligen Salzbergwerk Asse beginnt die Versuchseinlagerung von schwachradioaktiven Abfällen (Spektrum der Wissenschaft, Dossier1/97)


03.04.1989

Die VEBA AG, zu der die viele Atomkraftwerke betreibende Preußen-Elektra gehört, und die mit RWE und Bayernwerken die Stromwirtschaft in Deutschlands anführt, unterzeichnet mit dem französischen Nukleartechnikunternehmen Cogema eine Absichtserklärung für den Betrieb einer gemeinsamen WAA (die in Frankreich etwas ehrlicher ‚usine plutonium' genannt wird) im französischen La Hague und erklärt, deshalb kein Interesse mehr am Weiterbau der Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf zu haben. Die Anti-WAA-Gruppen, gerade auch in der Oberpfalz lösen sich mit der Zeit auf.


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