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August
31.08.1993
Nachdem zuvor
es in einer Anzeige der Stromversorger (Badenwerk, Bayernwerk, EVS,
Isar-Amperwerke, Neckarwerke, Preussen Elektra, RWE, TWS, VEW) in
der Süddeutschen Zeitung wörtlich hieß: "Denn regenerative
Energien wie Sonne, Wasser oder Wind können auch langfristig nicht
mehr als 4 % unseres Strombedarfs decken." heißt
es unter der Überschrift "Flaute bei erneuerbaren Energien" in der
SZ: >>Wie der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung Deutscher Elektrizitätswerke
(VDEW), Joachim Grawe, am Montag vor Journalisten in Bonn mitteilte,
kauften oder erzeugten die Stromversorger etwa 19 Milliarden Kilowattstunden
(kWh) Strom aus erneuerbaren Quellen. … Schätzungen des Bundes für
Umwelt und Naturschutz (BUND) und des Öko-Instituts, die für 2005
zehn Prozent und für das Jahr 2010 rund 13 Prozent Marktanteile
erwarten, bezeichnete Grawe als Wunschträume. Auch die Prognose
der Klima-Enquete des Bundestages von acht Prozent im Jahr 2005
sei "sehr optimistisch". Nach den Untersuchungen der VDEW könnte
bis 2005 eine zusätzliche Stromerzeugung aus erneuerbaren Energie
und Abfällen von etwa sechs Milliarden kWh möglich sein. <<
Im Jahr 2005
lag mit 62 Milliarden kWh aus erneuerbaren Quellen der Anteil bei:
10 % der gesamten Stromerzeugung und bei rund 11 % des Nettostromverbrauchs.
Im Jahr 2006 dann schon bei 71,5 Milliarden kWh. - Im Jahr 2006
dann schon bei 71,5 Milliarden kWh. Für das Jahr 2007 wird im Sommer
07 vorausgesagt, dass 14 Prozent des Stromverbrauchs aus Erneuerbaren
Energiequellen stammen werden.
31.08.1972
Beginn der
Versuchseinlagerung mittelradioaktiver Abfälle im Versuchsendlager
Asse (Spektrum der Wissenschaft, Dossier1/97)
29.08.1949
Die Russen
zünden in Semipalatinsk-21 ihre erste Atombombe
28.08.1986
Die französische
Tageszeitung Le Monde zitiert die Aussagen von Morris Rosen, Leiter
der Abteilung Nukleare Sicherheit in der zur UNO gehörenden internationalen
Atomenergiebehörde, IAEA, auf der Tschernobyl-Konferenz im August
1986 in Wien: "Selbst wenn es jedes Jahr einen solchen Unfall gäbe,
würde ich die Kernkraft als eine interessante Energieform betrachten."
20.08.1986
NRW-Ministerpräsident
und SPD-Kanzlerkandidat Johannes Rau versichert bei einem Rundgang
um die „WAA“ dem Schwandorfer Landrat Hans Schuierer, daß mit ihm
keine „WAA“ gebaut würde.
14.08.1966
In Deutschlands
erstem Großkernkraftwerk, dem Block A in Gundremmingen, wird versuchsweise
die atomare Kettenreaktion gestartet. Mit 250 Megawatt ist er damals
das größte Atomkraftwerk der Welt.
09.08.1945
11:02 Uhr.
Plutoniumbombe "Fat man" der USA tötet in Nagasaki 70.000 Menschen.
08.08.1978
Kalkar-Urteil
des Bundesverfassungsgerichts. In einem und quasi dem bis heute
letzten Grundsatzurteil zur Atomtechnik entschied das Bundesverfassungsgericht
über den Bau des schnellen Brüters in Kalkar. Kernschlußfolgerungen
dieses Urteils: Wenn das Restrisiko kleiner als 10 hoch 5 ist, also
statistisch nicht mehr als ein gravierender Unfall alle 100.000
Jahre eintritt, ist die Belastung der Bevölkerung "sozial-adäquat",
da die Bevölkerung ja auch den Nutzen aus dem Atomstrom genießt.
Wörtlich heißt es: "Hinzu kommt dabei, daß die Abschätzung künftiger
Schäden nur auf Annäherungswissen beruht, das nicht volle Gewißheit
vermittelt, sondern durch jede neue Erfahrung korrigierbar ist und
sich insofern immer nur auf dem neuesten Stand unwiderlegten möglichen
Irrtums befindet. Ungewißheiten jenseits dieser Schwelle praktischer
Vernunft haben ihre Ursache in den Grenzen des menschlichen Erkenntnisvermögens;
sie sind unentrinnbar und insofern als sozial-adäquate Lasten von
allen Bürgern zu tragen."
06.08.1945
8:16 Uhr. Uranbombe
"Little boy" der USA tötet in Hiroshima 140.000 Menschen. Diese
Bombe hat etwa die gleiche Sprengkraft wie die drei Tage später
auf Nagasaki abgeworfene Plutoniumbombe. Aber bei der Uranbombe
ist die Neutronenstrahlung rund zehnmal stärker, wodurch sie mehr
tötet.
04.08.2006
Die Augsburger
Allgemeine berichtet, Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf (CSU)
habe sich neben dem forcierten Ausbau der erneuerbaren Energien
auch für den Bau neuer Kernkraftwerke ausgesprochen. Es sei klar,
dass langfristig gesehen neben den regenerativen Energien wie der
Biomasse auch die Kernkraft im Energiemix weiter eine Rolle spielen
werde. «Man wird über neue Kernkraftwerke reden müssen», sagte Schnappauf
laut Medienberichten.
02.08.1939
Unter dem Eindruck
sowohl der neuen Erkenntnisse über die Atomkernspaltung als auch
der deutschen Besetzung von Teilen der Tschechoslowakei suchen die
beiden aus Ungarn emigrierten Physiker Leò Szilàrd
und Eugene Wigner den großen aus Ulm gebürtigen Albert Einstein
im Juli 1939 auf. Sie erörtern - in Deutsch! - die Gefahr, daß ihre
deutschen Kollegen eine Atombombe bauen könnten. Nach manchem Hin
und her unterzeichnet Albert Einstein, der sich als Pazifist versteht,
einen Brief mit Datum 2.8.39 an den US-amerikanischen Präsidenten
Roosevelt. Darin fordert er ihn mit Hinweis auf die deutsche Gefahr
auf, die Entwicklung einer Atomwaffe voranzubringen.
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