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AKW Gundremmingen
Gegen das Zwischenlager Gundremmingen
     

Aktuell

Wir dokumentieren in unseren Kalenderblättern eine Reihe von atomrelevanten Ereignissen und Unfällen, die uns nachdenklich stimmen. Für Ergänzungen oder Hinweise auf Fehler im Text sind wir dankbar - Bitte dafür ein Mail an: vorstand(add)atommuell-lager.de oder Telefon 0821-541936 - oder geben Sie uns dafür ein Feedback - Danke


August

31.08.1993

Nachdem zuvor es in einer Anzeige der Stromversorger (Badenwerk, Bayernwerk, EVS, Isar-Amperwerke, Neckarwerke, Preussen Elektra, RWE, TWS, VEW) in der Süddeutschen Zeitung wörtlich hieß: "Denn regenerative Energien wie Sonne, Wasser oder Wind können auch langfristig nicht mehr als 4 % unseres Strombedarfs decken." heißt es unter der Überschrift "Flaute bei erneuerbaren Energien" in der SZ: >>Wie der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung Deutscher Elektrizitätswerke (VDEW), Joachim Grawe, am Montag vor Journalisten in Bonn mitteilte, kauften oder erzeugten die Stromversorger etwa 19 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom aus erneuerbaren Quellen. … Schätzungen des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) und des Öko-Instituts, die für 2005 zehn Prozent und für das Jahr 2010 rund 13 Prozent Marktanteile erwarten, bezeichnete Grawe als Wunschträume. Auch die Prognose der Klima-Enquete des Bundestages von acht Prozent im Jahr 2005 sei "sehr optimistisch". Nach den Untersuchungen der VDEW könnte bis 2005 eine zusätzliche Stromerzeugung aus erneuerbaren Energie und Abfällen von etwa sechs Milliarden kWh möglich sein. <<

Im Jahr 2005 lag mit 62 Milliarden kWh aus erneuerbaren Quellen der Anteil bei: 10 % der gesamten Stromerzeugung und bei rund 11 % des Nettostromverbrauchs. Im Jahr 2006 dann schon bei 71,5 Milliarden kWh. - Im Jahr 2006 dann schon bei 71,5 Milliarden kWh. Für das Jahr 2007 wird im Sommer 07 vorausgesagt, dass 14 Prozent des Stromverbrauchs aus Erneuerbaren Energiequellen stammen werden.


31.08.1972

Beginn der Versuchseinlagerung mittelradioaktiver Abfälle im Versuchsendlager Asse (Spektrum der Wissenschaft, Dossier1/97)


29.08.1949

Die Russen zünden in Semipalatinsk-21 ihre erste Atombombe


28.08.1986

Die französische Tageszeitung Le Monde zitiert die Aussagen von Morris Rosen, Leiter der Abteilung Nukleare Sicherheit in der zur UNO gehörenden internationalen Atomenergiebehörde, IAEA, auf der Tschernobyl-Konferenz im August 1986 in Wien: "Selbst wenn es jedes Jahr einen solchen Unfall gäbe, würde ich die Kernkraft als eine interessante Energieform betrachten."


20.08.1986

NRW-Ministerpräsident und SPD-Kanzlerkandidat Johannes Rau versichert bei einem Rundgang um die „WAA“ dem Schwandorfer Landrat Hans Schuierer, daß mit ihm keine „WAA“ gebaut würde.


14.08.1966

In Deutschlands erstem Großkernkraftwerk, dem Block A in Gundremmingen, wird versuchsweise die atomare Kettenreaktion gestartet. Mit 250 Megawatt ist er damals das größte Atomkraftwerk der Welt.


09.08.1945

11:02 Uhr. Plutoniumbombe "Fat man" der USA tötet in Nagasaki 70.000 Menschen.


08.08.1978

Kalkar-Urteil des Bundesverfassungsgerichts. In einem und quasi dem bis heute letzten Grundsatzurteil zur Atomtechnik entschied das Bundesverfassungsgericht über den Bau des schnellen Brüters in Kalkar. Kernschlußfolgerungen dieses Urteils: Wenn das Restrisiko kleiner als 10 hoch 5 ist, also statistisch nicht mehr als ein gravierender Unfall alle 100.000 Jahre eintritt, ist die Belastung der Bevölkerung "sozial-adäquat", da die Bevölkerung ja auch den Nutzen aus dem Atomstrom genießt. Wörtlich heißt es: "Hinzu kommt dabei, daß die Abschätzung künftiger Schäden nur auf Annäherungswissen beruht, das nicht volle Gewißheit vermittelt, sondern durch jede neue Erfahrung korrigierbar ist und sich insofern immer nur auf dem neuesten Stand unwiderlegten möglichen Irrtums befindet. Ungewißheiten jenseits dieser Schwelle praktischer Vernunft haben ihre Ursache in den Grenzen des menschlichen Erkenntnisvermögens; sie sind unentrinnbar und insofern als sozial-adäquate Lasten von allen Bürgern zu tragen."


06.08.1945

8:16 Uhr. Uranbombe "Little boy" der USA tötet in Hiroshima 140.000 Menschen. Diese Bombe hat etwa die gleiche Sprengkraft wie die drei Tage später auf Nagasaki abgeworfene Plutoniumbombe. Aber bei der Uranbombe ist die Neutronenstrahlung rund zehnmal stärker, wodurch sie mehr tötet.


04.08.2006

Die Augsburger Allgemeine berichtet, Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) habe sich neben dem forcierten Ausbau der erneuerbaren Energien auch für den Bau neuer Kernkraftwerke ausgesprochen. Es sei klar, dass langfristig gesehen neben den regenerativen Energien wie der Biomasse auch die Kernkraft im Energiemix weiter eine Rolle spielen werde. «Man wird über neue Kernkraftwerke reden müssen», sagte Schnappauf laut Medienberichten.


02.08.1939

Unter dem Eindruck sowohl der neuen Erkenntnisse über die Atomkernspaltung als auch der deutschen Besetzung von Teilen der Tschechoslowakei suchen die beiden aus Ungarn emigrierten Physiker Leò Szilàrd und Eugene Wigner den großen aus Ulm gebürtigen Albert Einstein im Juli 1939 auf. Sie erörtern - in Deutsch! - die Gefahr, daß ihre deutschen Kollegen eine Atombombe bauen könnten. Nach manchem Hin und her unterzeichnet Albert Einstein, der sich als Pazifist versteht, einen Brief mit Datum 2.8.39 an den US-amerikanischen Präsidenten Roosevelt. Darin fordert er ihn mit Hinweis auf die deutsche Gefahr auf, die Entwicklung einer Atomwaffe voranzubringen.


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