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AKW Gundremmingen
Gegen das Zwischenlager Gundremmingen
     

Aktuell

Wir dokumentieren in unseren Kalenderblättern eine Reihe von atomrelevanten Ereignissen und Unfällen, die uns nachdenklich stimmen. Für Ergänzungen oder Hinweise auf Fehler im Text sind wir dankbar - Bitte dafür ein Mail an: vorstand(add)atommuell-lager.de oder Telefon 0821-541936 - oder geben Sie uns dafür ein Feedback - Danke


Oktober

31.10.1957

Als erster deutscher Atomreaktor beginnt der Forschungsreaktor in Garching bei München seinen Betrieb Am 28. Juli 2000 wurde er endgültig abgeschaltet.


30.10.1961

Die Russen zünden eine Monsterwasserstoffbombe von 57 Megatonnen. Das entspricht also der unvorstellbaren Sprengwirkung von 57.000.000 Tonnen TNT.


29.10.1968

Das Akw Obrigheim beginnt die Stromeinspeisung. Elektr. Nettoleistung 280 Megawatt. Diese wird Ende der 1970 Jahre auf 328 MW erhöht. Erst 1996 (!) wird dem Akw eine Dauerbetriebsgenehmigung erteilt.


22.10.1983

200.000 Menschen demonstrieren mit einer Menschenkette von Neu-Ulm (Aufstellung neuer Pershing II-Raketen) nach Stuttgart (Kommandozentrale der US-Armee) gegen die atomare Nachrüstung. Insgesamt beteiligen sich an diesem Tag etwa 1,3 Millionen Menschen an den Protesten gegen die neue Runde in der A-tomrüstung. Dennoch beschließen CDU.CSU.FDP im Bundestag die Stationierung. Erst ab 1988/89 wird nach Verständigung zwischen den USA und der UdSSR diese Aufstellung rückgängig gemacht.


19.10.1989

In Spanien ereignet sich im graphitmoderierten und gasgekühlten Reaktor Vandel-lós-1 ein schwerer Unfall. Das AKW mit 480 MW el. Nettoleistung hat einen Totalschaden. Wieder einmal gibt es nur unklare Aussagen darüber, wie viel Radioaktivität in die Umwelt gelangte.


16.10.1964

Erster chinesischer Atombombenversuch bei Lop Nor in der Provinz Xinjiang (Sinkiang).


10.10.1981

300.000 Menschen demonstrieren im Bonner Hofgarten gegen die Aufstellung neuer Atomraketen (Pershing II und Cruise Missile) in Deutschland. Die Öffentlichkeit ist beeindruckt von Kraft und Friedlichkeit dieser Demonstration.


08.10.1957

Bei Windscale in Großbritannien fängt ein graphitmoderierter neuer Reaktor Feuer. 20.000 Curie Radioaktivität werden freigesetzt. Der zuständige Polizeichef von Cumberland will im weiten Umkreis die Bevölkerung evakuieren. Doch die britische Regierung ist dagegen.

So bekommen die Menschen in der Nachbarschaft innerhalb weniger Stunden das Zehnfache an Radioaktivität ab, mit dem sie eigentlich während ihres ganzen Lebens insgesamt nur belastet werden dürften. Dutzende tödlicher Leukämieerkrankungen sind nach amtlichen Feststellungen auf diese Verstrahlung zurückzuführen.

Vom Westwind getrieben zieht eine radioaktive Wolke über England und dann auch über Deutschland. Die Regierung unter Premierminister Harold Macmillan ordnet an, Unfallablauf und dessen Folgen zu verheimlichen, um, wie später die Süddeutsche Zeitung am 2.1.1988 schreiben wird, das Vertrauen der eigenen Bevölkerung in die Atomindustrie nicht zu gefährden.

Bekannt wurde dies, als dreißig Jahre später im Januar 1988 entsprechend allgemeiner Regelungen die Regierungsakten veröffentlicht wurden. Man tat aber dann doch etwas: Man nannte die Atomanlage nicht mehr >Windscale< sondern >Sella-field<.


03.10.1988

Bayerns Ministerpräsident und langjähriger CSU-Vorsitzender Franz-Josef Strauß, der in verschiedenen politischen Ämtern sowohl eine atomare Bewaffnung der Bundesrepublik Deutschland als auch den Ausbau der Atomindustrie betrieb, stirbt in Regensburg. Wenige Monate später wird der Bau der "WAA" in Wa-ckersdorf eingestellt.


03.10.1952

Großbritannien zündet seine erste Atombombe


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