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November
26.11.1991
Letzter Atomtest
von Großbritannien in Nevada, USA. Insgesamt zündeten die Briten
45 Atombomben, davon 21 oberirdisch.
24.11.1969
Prof. Dr. Heinrich
Mandl von der Rheinisch-Westfälischen-Elektrizitätswerke AG (RWE
AG) verkündet in Wien öffentlich im Rahmen der Tagung "Kernenergie
als Gemeinwirtschaftliche Aufgabe", daß im Rahmen des deutschen
Atom-Programms bis zum Jahr 2000 in der Bundesrepublik Deutschland
150 Atom-kraftwerke in Betrieb sein würden.
19.11.1975
Zwei Schlossermeister
O. H. (34) und J. Z. (45) werden im AKW Gundremmingen nach fehlerhaftem
Öffnen einer Absperrarmatur durch etwa 285 Grad heißen und schwach
radioaktiven Dampf getötet. Nach einer Dekontamination werden am
25.11.75 die beiden in Lauingen beerdigt. Der dritte Beteiligte,
der Strahlenschutzmann O., überlebt. (Robert Jungk: Der Atomstaat,
1977, S. 72ff)
05.11.1978
Die Österreicher
stimmen in einer denkwürdigen Volksabstimmung mit 50,5 % zu 49,5
% gegen die Inbetriebnahme des AKW Zwentendorf und lehnen damit
die Atomenergie insgesamt ab. Das kleine Bundesland Vorarlberg,
das mit 300.000 Einwohnern nur drei Prozent der österreichischen
Bevölkerung stellt, und in dem in den Jahren zuvor ab 1971 ein starker
Widerstand gegen den Schweizer Plan gewachsen war, ein AKW Rüthi
auf der Schweizer Seite der gemeinsamen Grenze am Rhein zu bauen,
stimmte mit großer Mehrheit gegen die Atomenergie. 84,4 % machten
in Vorarlberg die Nein-Stimmen zur Inbetriebnahme des praktisch
fertig gebauten ersten österreichischen AKWs aus. Das gab letztlich
sogar beim österreichischen Gesamtergebnis den Ausschlag.
Heute sprechen
sich über 90 Prozent der Bevölkerung Österreichs gegen die A-tomenergie
aus. Keine der im Parlament vertretenen Parteien fordert die Atomenergie.
Österreich importiert zwar im europäischen Verbund auch Atomstrom.
Meistens exportiert es aber mehr Strom gerade aus seiner Wasserkraft.
In den meisten Jahren erzielt Österreich einen Stromexportüberschuss.
Vorarlberg bemüht
sich seit Jahren um eine umweltfreundliche Energiepolitik. Über
75 Prozent aller Häuser sind Niedrigenergiehäuser. Die Vorarlberger
Archi-tekten und Baufirmen machen seit Jahren durch Passivhäuser,
die so gut gedämmt und gebaut sind, dass sie praktisch keine eigene
Heizung brauchen, weltweit von sich reden. Ende 2006 wird bekannt,
daß dieser Passivhausstandard bald Pflicht für alle Hausneubauten
werden soll. Vorarlberg erzeugt - natürlich auch durch die günstige
Lage beschenkt - mehr Strom aus Erneuerbarer Energie als Strom im
Land verbraucht wird. Viele Dörfer schaffen die Ölheizungen ab und
versorgen sich über Biomasseheizwerke mit Nahwärmenetz.
01.11.1952
Die USA zünden
die erste Wasserstoffbombe. Nicht schwere Atome werden ge-spalten,
sondern leichte verschmolzen. Dabei wird die schwer vorstellbare
Energie vergleichbar der von 10,4 Millionen Tonnen TNT frei gesetzt.
Das allein entspricht mehr Sprengstoff als der Summe aller Sprengstoffe,
die bis dahin in allen Kriegen der Menschheit insgesamt eingesetzt
wurde.
Die Süddeutsche
Zeitung schreibt 50 Jahre später an Allerheiligen 2002: "Die
Wasserstoffbombe bleibt das absurdeste Projekt der Menschheit -
und zugleich die wahrscheinlichste Ursache für ihr Ende"
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