Revision
von Block C im AKW Gundremmingen um rund 4 Tage verlängert
Auffallend versteckt
hat jetzt RWE gemeldet, dass die Revision des alten Block C im AKW
Gundremmingen um rund vier Tage verlängert wird. Umfangreiche Prüfungen
wurden in dem schon 24 Jahre betriebenen und bereits seit fünf Jahren
abgeschriebenen AKW vorgenommen. Offenbar wurden beim Inspizieren
von im abgeschalteten Reaktor zugänglichen Anlagenteilen Mängel entdeckt,
die längere Reparaturen erfordern.
Siedewasserreaktoren
sind mit nur einem Hauptkreislauf zwar billiger zu bauen als die Druckwasserreaktoren
mit zwei Hauptkreisläufen, aber in ihnen werden wichtige Anlagenteile
durch die Neutronenstrahlung stärker belastet und abgenutzt als in
den Druckwasserreaktoren. In der Vergangenheit hat man die Siedewasserreaktoren
auch häufig im Lastfolgebetrieb gefahren. Dabei wird die Leistung
der Atommeiler entsprechend der wechselnden Stromnachfrage schnell
rauf und runter geregelt. Das belastet die Anlagen zusätzlich. In
Gundremmingen hat man Pläne zur Ausweitung des Lastfolgebetriebs offenbar
wieder aufgegeben. In Norddeutschland stehen in Brunsbüttel und in
Krümmel ebenfalls zwei Siedewasserreaktoren schon seit fast 1 ½ Jahren
still, weil man nach Schnellabschaltungen viele bis dahin unentdeckte
Schäden in den Anlagen gefunden hat.
Ärgerlich, dass
das AKW Gundremmingen zwar das Einfangen eines verunglückten Habichts
per Presseerklärung meldet, aber keine ehrlichen Informationen über
den Zustand ihrer alten Atomanlage an die durch die Reaktoren bedrohte
Region freigibt. Wir fordern nachdrücklich RWE/LEW und die Aufsichtsbehörde,
das Bayerische Umweltministerium, auf, der Bevölkerung die Wahrheit
über den Zustand dieses alten Gundremminger Siedewasserreaktors zu
sagen..