Vor einem
Jahr am 19.12.2007 wurde wieder mal die Genehmigung der AKW-Vergrößerung
für Gundremmingen angedroht
Keine Genehmigung!
RWE (LEW) versucht
seit September 1999 eine Genehmigung zur Vergrößerung der Leistung
beider Gundremminger Reaktoren zu erhalten. Das zwischen Ulm und Augsburg
gelegene AKW ist jetzt schon Deutschlands größtes Kernkraftwerk. Das
ursprüngliche Genehmigungsgesuch wurde zwischenzeitlich durch einen
veränderten Antrag ersetzt. Die Öffentlichkeitsbeteiligung wird von
Bayerns Staatsregierung bis heute verweigert. Wir Umwelt- und Gesundheitsschützer
warnen seit zehn Jahren, dass die Genehmigung dieser Leistungserhöhung
zu einer Verringerung der Sicherheitsreserven und somit zu einer Vergrößerung
der Unfallrisiken führen würde. Unbestritten ist auch, dass eine Erhöhung
der Leistung zu einem Anstieg der Radioaktivitätsabgaben über den
Kamin und den Abwasserkanal in die Donau führt. Noch mehr Menschen
drohen an Krebs zu erkranken. Auch würde die Strahlung des Atommülls
erhöht und dieser müßte deswegen noch länger zwischengelagert werden.
In den letzten
12 Monaten haben sowohl der Kreistag von Heidenheim als auch der Kreistag
von Dillingen Appelle beschlossen, dem AKW Gundremmingen die gefährliche
Leistungserhöhung nicht zu genehmigen. Nur im Kreis Günzburg, der
Geld vom AKW erhält, fand sich im Kreistag keine Mehrheit für den
Schutz der Menschen und der Umwelt vor wachsenden Atomgefahren.
Deutschlandweit
scheiterten oder ruhen Anträge auf Leistungserhöhung
Vor wenigen Jahren
scheiterte in Bayern der Leistungserhöhungsantrag des von EON betriebenen
AKW-Grafenrheinfeld. Der für das AKW Isar 1 bei Landshut im Jahr 2000
gestellte Antrag auf Leistungserhöhung wird von EON seit Jahren nicht
mehr betrieben. Das niedersächsische AKW Grohnde hat zwar 1999 eine
Leistungserhöhung genehmigt bekommen, von dieser aber bis heute keinen
Gebrauch gemacht. Dem AKW Brokdorf wurde eine Leistungserhöhung von
der Regierung Schleswig Holsteins abgelehnt.
Wir appellieren
an RWE (LEW) den Genehmigungsantrag zurückzuziehen und wir appellieren
an Bayerns Regierung, diese gefährliche Vergrößerung des AKW Gundremmingen
nicht zu genehmigen!