Stromexportrekordüberschuß
im Jahr 2008
Im
Jahr 2008 erzielte Deutschland einen nie zuvor erreichten Stromexportüberschuss
von 22,5 Milliarden Kilowattstunden. Das ist erheblich mehr als Deutschlands
größtes Kernkraftwerk, das RWE-AKW Gundremmingen, produziert hat.
Und
dies, obwohl die beiden AKW Brunsbüttel und Krümmel wegen altersbedingter
Schäden das ganze Jahr still lagen und weitere AKW in Biblis und Neckarwestheim
mit gedrosselter Leistung betrieben wurden. Rechnerisch könnten also
auch noch das AKW Gundremmingen und ein weiterer Atommeiler sofort
abgeschaltet werden, ohne dass eine Stromlücke entstünde.
Deutschlands
Windkraftwerke haben im Jahr 2008 erstmals über 40 Milliarden Kilowattstunden
geliefert und auch die Photovoltaikanlagen haben 43 Prozent mehr eingespeist:
4,3 Milliarden Kilowattstunden. So verbessert sich Deutschlands Strombilanz
von Jahr zu Jahr.
Trotzdem
wird die Propaganda der rückständigen Atom- und Kohlestromkonzerne
lauter. Immer stärker wird aus diesen Kreisen versucht, die stromsparenden
Effizienzbemühungen sowie den Ausbau von Wind- und Solarkraft zu hintertreiben.
Denn bisher haben es die schwerfälligen Atom- und Kohlestromkonzerne
nicht gelernt, mit Solar- und Windkraft, Biogas und Energiedienstleistungen
die Zukunftsgeschäfte zu machen. Heute wird 15 Prozent des deutschen
Stromverbrauchs aus Erneuerbaren Energien gedeckt – in fünfzehn Jahren
werden es um die 50 Prozent sein.
Und
so geraten die unbeweglichen Atom- und Kohlestromkonzerne in die Existenzkrise.
Anstatt sich auf moderne wie auch umweltschonende Kraftwerke sowie
auf zukunftsweisendes Stromnetzmanagement einzustellen, versuchen
diese veralteten Stromkonzerne mit Lobbyarbeit in Berlin die Laufzeiten
ihrer abgeschriebenen und gefährlichen Atomkraftwerke zu verlängern.
Und wenn sie dann gar nicht mehr weiter wissen, werden sie auch nach
Staatshilfe rufen.
RWE als Europas größter CO2-Produzent und Deutschlands zweitgrößter
Atommüllproduzent hat in den letzten 12 Monaten schon über 10 Milliarden
Euro seines Wertes an der Börse verloren. Sogar die Rückstellungen
für die Atommüllbeseitigung kommen in Gefahr. Und dennoch will sich
RWE in Bulgarien, einem Land, das in Europas Korruptionsliste einen
unrühmlichen Spitzenplatz einnimmt, in neue rücksichtslose Atomabenteuer
stürzen.
Kunden und Gemeinden können den Stromanbieter wechseln oder neue Konzessionsverträge
abschließen und sich so von RWE und seinen Risiken befreien. Die Augsburger
LEW AG als RWE-Tochter wird ohnehin immer abhängiger und direkt aus
der RWE-Zentrale in Essen gelenkt.