Medienerklärung des Verein FORUM vom 17.02.09


Radioaktiver Stahlschrott in Augsburg

Warum informieren die zuständigen Landesbehörden hierüber nicht die Bevölkerung?

Versteckt in einem Artikel von Spiegel-online steht heute, dass schon am 29. Dezember 2008 in Augsburg sechs bis sieben Tonnen radioaktiv kontaminierter Stahlschrott gefunden wurden.

Die immer wieder von staatlichen Stellen benutzte Abwiegelformel „keine akute Gefahr“ ist eine vorsätzliche Irreführung. Niedrigstrahlende Teile machen nicht akut krank, sondern erhöhen mittelfristig die Gefahr, an Krebs zu erkranken.

Unsere staatlichen Stellen müssen die Bevölkerung informieren, so dass wir kontaminierte Produkte und Stellen meiden können!

Wenn politisch Verantwortliche diese Vorfälle verheimlicht haben, weil sie ihre Kampagne zur Verlängerung der AKW-Laufzeiten stören, ist dies unverzeihlich!

29. Dezember 2008: Tonnenweise Stahlteile in Augsburg

Sechs bis sieben Tonnen kontaminierte Stahlteile werden in einem Container in Augsburg gefunden. Strahlenaktivität bei wenigen Teilen bis zu 19 Mikrosievert pro Stunde, sonst niedriger.

Absender ist erneut die Firma Vipras.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,607937,00.html

 


Raimund Kamm - Vorstand

Das FORUM drückt mit seinem langen Vereinsnamen aus, dass wir sowohl gegen die gefährliche Atommüll-Lagerung wie –Erzeugung kämpfen als auch für eine Verantwortbare Energiepolitik eintreten.

Hier verfolgt das FORUM die 3xE-Strategie: 1. Energie sparen 2. Energieeffizienz radikal steigern 3. Erneuerbare Energien so ausbauen, dass sie uns in etwa 30 Jahren zu 100 Prozent versorgen! Wind, Solar, Biomasse, Geothermie, ....

Im März 2000 bildete sich beim Bekanntwerden der Gundremminger Zwischenlagerpläne das FORUM, im März 2002 formierte es sich als eingetragener und gemeinnütziger Verein und Mitte des Jahres 2008 ist es mit rund 700 Mitgliedern, darunter sechs Kommunen in Württemberg und Bayern, sogar die größte Energie-BI Süddeutschlands.

Im November 2008 wies das Bundesverfassungsgerichts unsere im September 06 eingereichte Verfassungsbeschwerde zurück. Wir beklagen, daß die neue Atommüll-Lagerung in Gundremmingen mangels ausreichendem Schutz gerade vor Terroranschlägen gegen unsere in der Verfassung verbrieften Rechte auf Gesundheit und Leben verstößt und mangels Endlager den im Artikel 20a uns auferlegten Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen verletzt. Diese Klage ist bei den deutschen Gerichten erfolglos geblieben.