Was will eigentlich
das RWE-AKW Gundremmingen am Freitag, den 13. März 09, in der Günzburger
Stadthalle (Forum am Hofgarten) mit der Staatssekretärin Huml als
Festrednerin feiern?
Etwa den Skandal,
seit 25 Jahren ohne Entsorgung in Betrieb zu sein? Rund 1.200.000
Kilogramm tödlich strahlenden Brennelementmüll in den Blöcken B und
C (weitere 120.000 kg im Block A ) erzeugt und noch kein Kilo entsorgt
zu haben?
Oder meinen die
RWE-Herren, es sei eine Feier wert, dass ihr AKW seit 25 Jahren läuft,
ohne eine risikogerechte Haftpflichtversicherung zu haben? Dass also
im Fall des Falles, wenn dann überhaupt die Menschen des Raumes zwischen
Stuttgart, Ulm, Augsburg und München noch vor der Strahlung fliehen
können, sie kaum eine Entschädigung für ihre zurückgelassenen Wohnungen,
Betriebe oder Bauernhöfe bekämen?
Will vielleicht
RWE nur mit den Gästen feiern, dass bis heute hier in Schwaben nicht
diskutiert wurde – im Unterschied zu Nordrhein-Westfalen – ob und
gegebenenfalls welche Politiker durch ungesetzliche Zuwendungen („Lustreisen“)
von der Notwendigkeit der Atomenergie „überzeugt“ wurden?
Oder will man
darauf anstoßen, dass bis heute der Bau von konkurrierenden Windkraftanlagen
im Landkreis Günzburg durch gefällige politische Kräfte verhindert
wurde?
Und wollen die
AKW-Herren mit den Eingeladenen aus der Region feiern, dass es bis
heute nicht aufgeklärt wurde, wie das AKW die überdurchschnittlich
hohe Zahl von krebskranken Kindern verursacht? Und dass das AKW bis
heute nichts Erkennbares tut, um unsere Kinder und uns vor diesen
krankmachenden Faktoren zu schützen?
Wir vom FORUM
Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik
e.V. werden den RWE-Herren und ihren Gästen demonstrieren, dass der
Widerstand gegen die unverantwortliche und zudem überflüssige Atomtechnik
wächst!