Medienerklärung des Verein FORUM vom nn.nn.nn

Di. 12. Januar 2010 ab 19:30 Uhr
FORUM e.V. trifft sich in Giengen und plant die 2010 Aktionen

Das FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik lädt Mitglieder und Interessierte zum nächsten Treffen ein:

Dienstag., 12. Januar 2010 ab 19:30 Uhr
Hotel Lamm, Marktsraße 17, 89537 Giengen/Brenz

Jeden Tag, an dem das AKW Gundremmingen läuft, werden dort rund 150 Kilo-gramm Brennelemente zu tödlich strahlendem Atommüll. Jeden Tag, an dem das AKW läuft, droht ein Großunfall, der auch noch in 50 oder 150 Kilometer Entfernung die Menschen zur Flucht zwänge. Jeden Tag, an dem das AKW läuft, wird über Kamin und Abwasserrohr Radioaktivität in die Umwelt geleitet.

Wir wollen im Jahr 2010 für das baldige Abschalten der Kernkraftwerke streiten und auf die Straße gehen. Eine Laufzeitverlängerung bedroht uns und wir können mit einfallsreichen Aktionen Druck auf unsere Bundestagsabgeordneten machen, dass sie nicht die Laufzeiten verlängern. Dass sie endlich ernst machen mit der notwendigen Steigerung der Energieeffizienz. Dass sie gerade in Hessen, Baden-Württemberg und Bayern die verdeckte Blockierung des Ausbaus der Windenergie beenden.

Welche Aktionen wir wie machen, wollen wir bei unserem ersten FORUM-Treff im neuen Jahr beraten. Erstmals versammeln wir uns in Giengen. Diese Stadt liegt in der 25 Kilometer Katastrophenschutzzone des AKW Gundremmingen und ist Mitglied im Forum.

Wir bitten um gute Bekanntmachung

Dreißigster Jahrestag (8.1.1980)

Am 8. Januar 2010 jährt es sich zum dreißigsten Mal, dass die RWE AG (Essen) und die Bayernwerke München (heute EON) beschlossen, die Reparaturversuche am Block A in Gundremmingen einzustellen. Dieses erste kommerzielle Großkernkraftwerk Deutschlands war durch einen schweren Unfall am 13.1.1977 schnell abgeschaltet worden.

Im abgestellten AKW wurden unerwartete Risse gefunden. Das Versprechen, dort wieder eine „grüne Wiese“ zu machen, wurde Anfang der 2000 Jahre gebrochen. Auch schweigen sich bis heute RWE und EON darüber aus, wo der Atommüll sich gegenwärtig befindet. Klar ist, dass noch kein Kilo des hochradioaktiven Brennelementmülls entsorgt worden ist. Die Verantwortlichen verweigern auch die Auskunft, wie viel schwach- und mittelradioaktiver Atommüll in das Skandalbergwerk Asse verbracht wurde und wie viel hierfür gezahlt worden ist. Vertuscht wird auch, wie viel hochradioaktiver Brennelementmüll in die Versuchswiederaufbereitungsanlage Karlsruhe verschoben wurde und wo dieser Müll heute ist.

Freundliche Grüße!


Raimund Kamm - Vorstand

Das FORUM drückt mit seinem langen Vereinsnamen aus, daß wir sowohl gegen die gefährliche Atommüll-Lagerung wie –Erzeugung kämpfen als auch für eine Verantwortbare Energiepolitik eintreten.

Hier verfolgt das FORUM die 3xE-Strategie: 1. Energie sparen 2. Energieeffizienz radikal steigern 3. Erneuerbare Energien so ausbauen, dass sie uns in etwa 30 Jahren zu 100 Prozent versorgen! Wind, Solar, Biomasse, Geothermie, ....

Im März 2000 bildete sich beim Bekanntwerden der Gundremminger Zwischenlagerpläne das FORUM, im März 2002 formierte es sich als eingetragener und gemeinnütziger Verein und im Herbst 07 ist es mit rund 720 Mitgliedern, darunter sechs Kommunen in Württemberg und Bayern, sogar die größte Anti-Atom-BI Süddeutschlands.

Jetzt warten wir auf den Beschluß des Bundesverfassungsgerichts über unsere Verfassungsbeschwerde. Wir beklagen, daß die neue Atommüll-Lagerung in Gundremmingen mangels ausreichendem Schutz gerade vor Terroranschlägen gegen unsere in der Verfassung verbrieften Rechte auf Gesundheit und Leben verstößt und mangels Endlager den im Artikel 20a uns auferlegten Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen verletzt.