Anhaltende Erfolge der Erneuerbaren Energien in Deutschland
10 Prozent Zuwachs im ersten Drittel 2010
Im ersten Quartal 2010 stieg Deutschlands Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien um
stattliche 2,1 Milliarden Kilowattstunden oder 9,5 Prozent. Im April 10 wuchs die
Erzeugung von EE-Strom noch schneller.
Eine Auswertung des aktuellen Berichts
"Energieverbrauch in Deutschland - Daten für das 1. Quartal 2010" der AG Energiebilanzen
der Energiewirtschaftsverbände www.ag-energiebilanzen.de/viewpage.php?idpage=118 zeigt unter 8.1.
Hocherfreuliches: Im ersten Quartal 2010 wuchs gegenüber dem Vorjahreszeitraum die
Stromerzeugung mit Wind- und Wasserkraft, sowie aus Solar und Biomasseanlagen um 2,1
Terawattstunden (TWh = Milliarden Kilowattstunden). Den größten Zuwachs mit 1,3
TWh verzeichnet die Stromerzeugung aus Biogas und Biomasse.
Da Biogas überwiegend aus Mais erzeugt wird, und der Maisanbau schon zu viel
"Landschaft frisst", sehen gerade bei großen Biogasanlagen wir Umweltschützer
die Grenzen des Wachstums erreicht. Prozentual wächst am stärksten die Stromerzeugung
mittels Photovoltaik. Da bisher nur ein Bruchteil der auf Deutschlands Dächern
geeigneten Flächen genutzt wird, kann der PV-Zuwachs noch viele Jahre weitergehen.
Und die kostengünstige Windkraftnutzung wartet in Bundesländern wie Baden-Württemberg,
Bayern und Hessen auf einen vernünftigen Ausbau.
Bezieht man die ersten vorliegenden Zahlen für den April 2010 mit ein, wuchsen
im ersten Drittel des Jahres 2010 die Erneuerbaren Energien (EE) sogar noch stärker.
Mit noch mehr Wind- und Solarstrom wird der Zuwachs gegenüber dem Vergleichszeitraum
des Vorjahres schon 10 Prozent betragen.
Um das Ziel zu erreichen, dass wir in Deutschland im Jahr 2020 die vom Bundesverband
Erneuerbare Energien prognostizierten 47 Prozent unseres Stromverbrauchs aus umweltschonenden
EE-Quellen erzeugen, sind wir auf dem richtigen Weg. Zweierlei können und müssen wir tun:
- Den Ausbau von insbesondere Wind- und Solarkraft vernünftig fortsetzen und
dies gegen die Blockadebemühungen von RWE & Co verteidigen
- Politisch endlich ernst machen mit der Energieeffizienz! Wir gehen noch viel
zu verschwenderisch mit Energie, speziell Strom, um. Das Bundesumweltamt weist
darauf hin, dass wir gut ein Fünftel unseres Stromverbrauchs - oder 110 Terawattstunden
im Jahr, das ist so viel wie elf große AKW erzeugen - innerhalb weniger Jähre
durch Effizienzmaßnahmen einsparen können. Und dass dieses Einsparen zu Gewinnen
in der Wirtschaft führt.
www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3191.pdf
www.atommuell-lager.de/informationen/forum_info-flyer-24.pdf
Da RWE, EON & Co mit Stromverschwendung und bestehenden alten aber gefährlichen
und umweltschädigenden Kraftwerken viel Geld verdienen, müssen wir Energieeffizienz
und Erneuerbare Energien gegen deren Interessen und gegen die ihnen verbundenen
Politiker durchsetzen. Dafür werden wir weiterhin öffentlich streiten. Die nächste
Großdemonstration wird die Umzingelung des Berliner Regierungsviertels am Samstag,
18. September werden.
Und wir werden immer wieder auffordern, nur Frauen und Männer in die Parlamente zu
wählen, die sich für diesen Gesundheits- und Umweltschutz einsetzen. Wichtig,
vielleicht entscheidend werden die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt am 20.3.11
und insbesondere in Baden-Württemberg und Rheinlad-Pfalz am 27.3.11 sein.
Herr Mappus (CDU) in Stuttgart muss den Atomkurs beenden oder aber abgewählt werden!