Medienerklärung des Verein FORUM vom 19.07.10

Medienerklärung zur „Presse-Information“ des Kernkraftwerks Gundremmingen vom 19.07.2010
AKW Gundremmingen: Siedewasser-Doppelblockanlage Europas mit der größten Atommüllproduktion – und nichts entsorgt

Leiden die RWE-Manager des AKW Gundremmingen an Vergesslichkeit? Sie melden heute einen Rekord bei der Stromproduktion und vergessen die Atommüllproduktion. www.kkw-gundremmingen.de/presse.php?id=323

Ebenfalls vergessen diese RWE-Manager zu erklären, wie ihr AKW Kinderkrebs verursacht. Unstrittig ist, dass im Umfeld um die Kernkraftwerke die Kleinkinder vermehrt an Krebs, speziell an Leukämie erkranken. Nachgewiesen ist auch durch die im Jahr 2007 veröffentlichte Kinderkrebsstudie, dass das Erkrankungsrisiko steigt, je näher die Kinder am AKW wohnen. Bis heute sind uns die Verantwortlichen die Erklärung schuldig, wie sie diese Krebserkrankungen verursachen.

Grundfalsch ist auch die Behauptung des Geschäftsführers Dr. Bläsig, „Mit der sicheren Kernenergieproduktion wurden fast 500 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) vermieden.“ Hätte RWE energisch auf Wind- und Solarkraft statt auf Atom- und Braunkohlekraftwerke gesetzt, könnte der Strom klimaschonend, atommüll- und strahlenfrei wie auch ungefährlich erzeugt werden. Jedoch ist bezeichnenderweise immer noch auch auf Betreiben von RWE der Landkreis Günzburg für den Bau von Windkraftwerken gesperrt.


Raimund Kamm - Vorstand

Das FORUM drückt mit seinem langen Vereinsnamen aus, daß wir sowohl gegen die gefährliche Atommüll-Lagerung wie –Erzeugung kämpfen als auch für eine Verantwortbare Energiepolitik eintreten.

Hier verfolgt das FORUM die 3xE-Strategie: 1. Energie sparen 2. Energieeffizienz radikal steigern 3. Erneuerbare Energien so ausbauen, dass sie uns in etwa 30 Jahren zu 100 Prozent versorgen! Wind, Solar, Biomasse, Geothermie, ....

Im März 2000 bildete sich beim Bekanntwerden der Gundremminger Zwischenlagerpläne das FORUM, im März 2002 formierte es sich als eingetragener und gemeinnütziger Verein und im Herbst 07 ist es mit rund 720 Mitgliedern, darunter sechs Kommunen in Württemberg und Bayern, sogar die größte Anti-Atom-BI Süddeutschlands.