Medienerklärung der Bayern Allianz 2010 vom 14.10.10

Unverantwortlicher geht’s nimmer
Bayerns Oberheuchler

Bayerns Staatsregierung kämpft für eine Laufzeitverlängerung obwohl es keine Entsorgung des Todesmülls gibt. Zugleich veröffentlicht jetzt die Staatsregierung ein Traktätchen „Kein Endlager in Bayern möglich“.

Seit Inbetriebnahme des Garchinger Forschungsreaktors am 31. Oktober 1957 wird in Bayern durch Spaltung von Uran tödlich strahlender Atommüll erzeugt. Dieser muss zum Abklingen für wenigstens eine Million Jahre sicher eingeschlossen werden und darf in dieser Zeit nicht in den Lebensraum der Pflanzen und Tiere gelangen.

Heute, 53 Jahre nach Beginn der Atommüllproduktion, sind nach unseren Abschätzungen an hochradioaktivem Atommüll in Bayern etwa erzeugt worden:
  Garching ? Kilogramm
  Grosswelzheim u. Kahl ? Kilogramm
  Grafenrheinfeld 800.000 Kilogramm
  Gundremmingen 1.500.000 Kilogramm
  Ohu u. Niederaichbach 1.500.000 Kilogramm
Insgesamt rund 3,8 Millionen Kilogramm. Noch kein Kilo ist entsorgt worden, alles ist nur in gefährlichen oberirdischen Zwischenlagern abgestellt. Es ist ein unfassbarer Skandal, dass dennoch die Bayerische Staatsregierung und die sie tragenden Parteien CSU und FDP sogar eine Laufzeitverlängerung durchsetzen wollen.

Der Gipfel der Heuchelei dieser Politiker ist, dass sie jetzt ein Traktätchen veröffentlichen „Kein Endlager in Bayern möglich“ www.lfu.bayern.de/geologie/index.htm

Gleichzeitig behauptet Bayerns Regierung immer wieder, dass der Salzstock in Gorleben als Endlager geeignet sei. Dass über diesen Salzstock die Elbe fließt, dieser Salzstock kein wasserdichtes Deckgebirge hat und unter dem Salzstock sogar ein Erdgasvorkommen liegt, kümmert die Herren Seehofer, Söder und Zeil nicht. Dass der Gorlebener Salzstock natürlich nicht die 1983 aufgestellten Anforderungen wie „Vorhandensein eines Mehrbarrierensystems“ erfüllt, verschweigen diese Oberheuchler und gefährden damit in unglaublicher Weise die Lebenschancen von über 30.000 nach uns kommenden Generationen.


Raimund Kamm

Bayern Allianz 2010 für Atomausstieg und Klimaschutz
Wir vertreten die Standort BI und AntiAtom-Gruppen Bayerns,
sind eine lernende politische Gruppe und treten öffentlich ein für Atomausstieg und Klimaschutz
Garching - Grafenrheinfeld - Gundremmingen - Ohu
Augsburg - München - Nürnberg
Sprecher: Raimund Kamm
Augsburg, Kamm@gmx.de T. 0821 - 54 19 36
www.anti-atom-bayern.de