Unverantwortlicher geht’s nimmer
Bayerns Oberheuchler
Bayerns Staatsregierung kämpft für eine Laufzeitverlängerung obwohl es keine
Entsorgung des Todesmülls gibt. Zugleich veröffentlicht jetzt die Staatsregierung
ein Traktätchen „Kein Endlager in Bayern möglich“.
Seit Inbetriebnahme des Garchinger Forschungsreaktors am 31. Oktober 1957 wird
in Bayern durch Spaltung von Uran tödlich strahlender Atommüll erzeugt. Dieser
muss zum Abklingen für wenigstens eine Million Jahre sicher eingeschlossen
werden und darf in dieser Zeit nicht in den Lebensraum der Pflanzen und
Tiere gelangen.
Heute, 53 Jahre nach Beginn der Atommüllproduktion, sind nach unseren
Abschätzungen an hochradioaktivem Atommüll in Bayern etwa erzeugt worden:
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Garching |
? |
Kilogramm |
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Grosswelzheim u. Kahl |
? |
Kilogramm |
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Grafenrheinfeld |
800.000 |
Kilogramm |
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Gundremmingen |
1.500.000 |
Kilogramm |
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Ohu u. Niederaichbach |
1.500.000 |
Kilogramm |
Insgesamt rund 3,8 Millionen Kilogramm. Noch kein Kilo ist entsorgt worden,
alles ist nur in gefährlichen oberirdischen Zwischenlagern abgestellt. Es
ist ein unfassbarer Skandal, dass dennoch die Bayerische Staatsregierung
und die sie tragenden Parteien CSU und FDP sogar eine Laufzeitverlängerung
durchsetzen wollen.
Der Gipfel der Heuchelei dieser Politiker ist, dass sie jetzt ein
Traktätchen veröffentlichen „Kein Endlager in Bayern möglich“
www.lfu.bayern.de/geologie/index.htm
Gleichzeitig behauptet Bayerns Regierung immer wieder, dass der Salzstock
in Gorleben als Endlager geeignet sei. Dass über diesen Salzstock die Elbe
fließt, dieser Salzstock kein wasserdichtes Deckgebirge hat und unter dem
Salzstock sogar ein Erdgasvorkommen liegt, kümmert die Herren Seehofer,
Söder und Zeil nicht. Dass der Gorlebener Salzstock natürlich nicht die
1983 aufgestellten Anforderungen wie „Vorhandensein eines Mehrbarrierensystems“
erfüllt, verschweigen diese Oberheuchler und gefährden damit in unglaublicher
Weise die Lebenschancen von über 30.000 nach uns kommenden Generationen.