Bayerns Regierung atomkonzernhörig und fortschrittsfeindlich
Bei einer gemeinsamen energiepolitischen Veranstaltung des Bayerischen
Wirtschaftsministeriums und des VBW e.V. am 12.1.2011 in Brüssel ist nur der
Atomkonzern EON als Repräsentant der Energiewirtschaft vorgesehen. Die Ansichten
des Mittelstandes, der Verbraucher- und Umweltschützer sind Bayerns Regierung egal.
Dass EON gerade die Strompreise für die Privathaushalte unter Missbrauch seiner Marktmacht
und zur nochmaligen Steigerung seiner Rekordgewinne erhöht, stört unsere Regierung offenbar
nicht. Dass EON in den letzten Jahren mehrfach wegen Politikerbestechung ("Lustreisen")
und Wettbewerbsbehinderung Millionenstrafen zahlen musste, scheint Bayerns Regierung
recht zu sein.
Auch der VBW e.V., der sich zwar als Repräsentant der Bayerischen Wirtschaft ausgibt,
aber eine lange Tradition einseitiger Interessensvertretung hat, fiel unlängst wieder
dadurch negativ auf, dass er den Ausbau der Windkraft in Bayern ablehnt, um offenbar
den Betrieb der Atom- und Kohlekraftwerke von EON & Co abzusichern.
Wir Umweltschützer wollen den Fortschritt: Die Atom- und Klimagefahren können wir
durch Energiesparen, Energieeffizienz und den vernünftigen Ausbau der Erneuerbaren
Energien schnell überwinden. Dringend empfehlen wir den Bürgerinnen und Bürgern
Bayerns, sich bessere Stromfirmen zu wählen. Vier gute Ökostromfirmen, einzelne gute
Stadtwerke wie auch preisbrechende Energiegenossenschaften helfen, die Macht der
Atomkonzerne zu begrenzen.