Atomkraftwerksgespräch 18.3.11 in Lauingen
Werden sich die Schwaben wieder
von RWE/LEW abspeisen lassen?
Freitag, 18. März 2011
Von 17:30 bis ca. 23:00 Uhr
in den Räumen der Bayerischen Verwaltungsschule (BVS)
Kastellstraße 9, 89415 Lauingen
Seit Jahrzehnten ist es jährlich ein Mal Brauch: RWE/LEW laden Vertreter aus
Politik, Wirtschaft, Kirchen, Schulen, Gesundheitswesen (!), Kultur, Verwaltung
und Medien zum Kraftwerksgespräch. Der Atomkonzern präsentiert von ihm bezahlte
Herren als angebliche Energieexperten. 99 % der Eingeladenen lassen sich dann vom
teuren Essen und der angeblichen Autorität der „Fachleute“ abspeisen, Die „Fachleute“
sind in der Regel von RWE fürstlich bezahlte Professoren wie TUM Präsident Wolfgang
A. Herrmann, die später sich mit Propagandaaussagen für die Atomkraft erkenntlich
zeigen. Teilnehmer berichteten, dass kritische Fragen fast nie gestellt wurden.
Skeptische und sachkundige Politiker wie Umweltschützer wurden meistens ausgeschlossen.
Werden angesichts der schockierenden Bilder aus Japan dieses Mal endlich Bürgerinnen und
Bürger wichtige Fragen ansprechen? Zum Beispiel:
- Ist es ausgeschlossen, dass ein Großunfall des AKW Gundremmingen Tausende Menschen töten und
Süddeutschland verseuchen würde? Wieso hat dann das AKW Gundremmingen nur eine Haftpflichtversicherung
über 2,5 Milliarden Euro? Und um abschätzen zu können, wie die Nuklearfachleute der
Versicherungswirtschaft die Atomrisiken einschätzen: Welche Versicherungsprämie zahlt das
AKW Gundremmingen für wie viel Versicherungsschutz? Und für welche Schadensverläufe
(Terroranschlag, Naturkatastrophe etc.) wird die Haftung ausgeschlossen?
- Was werden Sie mit Ihrem tödlich strahlenden Müll machen, wenn entgegen Ihre
Ankündigungen aber entsprechend der Prognosen namhafter Geowissenschaftler der Salzstock
von Gorleben sich als ungeeignet für ein Endlager erweist? Immerhin muß der in Gundremmingen
produzierte Atommüll etwa 1.000.000 Jahre sicher isoliert werden. Schließlich erzeugen
RWE/LEW und EON in Gundremmingen schon seit 1966 den Atommüll ohne eine Entsorgung
verwirklicht zu haben.
- Warum beteiligen sich RWE und EON nicht an den Kosten zur Bergung des Gundremminger
Atommülls aus dem Versuchsendlager Asse II?
- Wie viel Tonnen Uranerz müssen täglich gefördert werden, um das AKW Gundremmingen
mit Spaltstoff, verharmlosend auch „Brennstoff“ genannt, zu versorgen? Aus welchen
Ländern bekommt das AKW Gundremmingen jeweils wie viel Uran?
- Ist es zutreffend, dass von den 412 Windkraftwerken (31.12.2010) in Bayern
kein einziges von RWE/LEW oder EON betrieben wird? Ist es zutreffend, dass RWE
und EON mit den einstelligen Renditen, die mit Windkraftwerken zu verdienen
sind, nicht zufrieden sind?