Medienerklärung des Verein FORUM vom 08.04.11

Einladung und Vorankündigungen
FORUM diskutiert die japanische AKW-Katastrophe, die Atomgefahren in Schwaben und die Chancen in Deutschland

Do. 14. April 2011 ab 19:30 Uhr
Gundelfingen, Landgasthof Sonne, Hauptstr. 56

Jahrelang haben wir Umweltschützer befürchtet, dass Aufklärung und Vernunft zu schwach sein könnten, um die nächste große Atomkatastrophe zu verhindern. Und sogar jetzt macht sich offenbar die Mehrheit des japanischen Volkes noch kein Bild, was die Verstrahlung für jahrhundertelange Konsequenzen haben wird.
In Deutschland hingegen ist viel in Bewegung geraten.
Wir wollen die aktuelle Lage in Japan und die beklemmenden Parallelen zwischen den Fukushima- und den Gundremminger Reaktoren betrachten. Und wir wollen erörtern, was jetzt unsere politischen Forderungen sind. Darlegen werden wir, dass die Kraftwerksreserven Deutschlands ein Abschalten aller AKW in wenigen Wochen ermöglichten. Dass wir aus Klimaschutzgründen dann CO2 bei der Heizung unserer Häuser und im Verkehr sparen müssen und können. Dass wir mit 3 x E, also Energiesparen, Energieeffizienz wie weiterem Ausbau der Erneuerbaren Energien unsere Energieversorgung zu 100 % auf Erneuerbare umstellen können. Dass Atomstromimporte völlig überflüssig sind.

Dazu laden wir alle Mitglieder der Bürgerinitiative wie auch Interessierte ein.

Raimund Kamm

Vorankündigungen:
Montag, 18. April 2011 nach der Mahnwache ab 19:30 Uhr, Dillinger Stadtsaal
"Lehren aus Fukushima"
Es referieren Raimund Kamm und Dr. med. Robert Prestele

Ostermontagnachmittag, 25. April ab 13 Uhr
Großdemonstration in Günzburg: Deine Stimme gegen die Atomkraft
25 Jahre Tschernobyl - 45 Tage Fukushima fordern: Umschalten!


Raimund Kamm - Vorstand

Das FORUM drückt mit seinem langen Vereinsnamen aus, dass wir sowohl gegen die gefährliche Atommüll-Lagerung wie –Erzeugung kämpfen als auch für eine Verantwortbare Energiepolitik eintreten.

Hier verfolgt das FORUM die 3xE-Strategie: 1. Energie sparen 2. Energieeffizienz radikal steigern 3. Erneuerbare Energien so ausbauen, dass sie uns bis etwa 2035 zu 100 Prozent versorgen! Wind, Solar, Biomasse, Geothermie, ....

Im März 2000 bildete sich beim Bekanntwerden der Gundremminger Zwischenlagerpläne das FORUM, im März 2002 formierte es sich als eingetragener und gemeinnütziger Verein und Mitte des Jahres 2009 ist es mit rund 720 Mitgliedern, darunter sechs Kommunen in Württemberg und Bayern, sogar die größte Energie-BI Süddeutschlands und zweitgrößte deutsche AntiAtom-Gruppe.

Im November 2008 wies das Bundesverfassungsgericht unsere im September 06 eingereichte Verfassungsbeschwerde zurück. Wir beklagen, dass die neue Atommüll-Lagerung in Gundremmingen mangels ausreichendem Schutz gerade vor Terroranschlägen gegen unsere in der Verfassung verbrieften Rechte auf Gesundheit und Leben verstößt und mangels Endlager den im Artikel 20a uns auferlegten Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen verletzt. Diese Klage ist bei den deutschen Gerichten bisher erfolglos geblieben. Wir sind überzeugt: Gerade bei Berücksichtigung des ‚Kalkar-Urteils’ vom 8. August 1978 des Bundesverfassungsgerichts, in dem steht, dass die Nutzung der Kernkraft nur derzeit noch verfassungskonform ist, weil alle Gefährdungen hypothetisch seien, muss man angesichts der späteren Erfahrungen von Harrisburg (1979), Tschernobyl (1986), New York (2001) und Fukushima (2011) erkennen, dass die Nutzung der Atomkraft real sogar landesgefährlich ist und gegen unsere Grundrechte verstößt und somit verfassungswidrig ist.
Nach § 17 des Atomgesetzes ist eine Widerrufung der Betriebsgenehmigung geboten.

Von den Atomkonzernen zu den Ökostromfirmen wechseln!
Frauen und Männer wählen, die konsequent
für Atomausstieg und Klimaschutz eintreten!