Medienerklärung des Verein FORUM vom 18.04.2011

Vortrag und Diskussion am
Montag , 18. April 11, im Dillinger Stadtsaal

Lehren aus Fukushima

Montag, 18. April 2011 nach der Mahnwache ab 19:30 Uhr
Dillinger Stadtsaal am Kolpingplatz

Es referieren Raimund Kamm und Dr. med. Robert Prestele

Atomkatastrophen sind anders: Ohne dass uns die Sinne warnen würden, macht uns die Radioaktivität krank. Tausende bekommen Jahre später Krebs.

Zugleich erinnern uns die AKW-Bilder aus Japan an jahrzehntelange Missstände, an die sich so viele gewöhnt haben: Alle Atomkraftwerke laufen ohne Entsorgung. Für den über eine Million Jahre sicher einzuschließenden Atommüll gibt es kein Endlager - geschweige denn ein für eine Million Jahre sicheres. In keinem Land der Erde.

Das Schadensrisiko auch der deutschen Kernkraftwerke ist trotz aller Lügen von RWE/LEW und EON so groß, dass auch das AKW Gundremmingen keine risikogerechte Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat. Sie wäre zu teuer und würde den Atomstrom unbezahlbar machen.

Das FORUM lädt kurzfristig zu Vortrag- und Diskussion nach Dillingen ein. Über das Atomdesaster in den sechs japanischen Siedewasserreaktoren sowie die beängstigenden Parallelen zu den Gundremminger Siedewasserreaktoren referiert Raimund Kamm: "Die vorausgesehne Katastrophe". Der Arzt Dr. Robert Prestele spricht über: "Radioaktivität - wie entsteht sie, wie macht sie krank und welche Maßeinheiten gibt es".

Wir bitten herzlich um Bekanntmachung und laden zur Berichterstattung ein.


Raimund Kamm - Vorstand

Das FORUM drückt mit seinem langen Vereinsnamen aus, dass wir sowohl gegen die gefährliche Atommüll-Lagerung wie –Erzeugung kämpfen als auch für eine Verantwortbare Energiepolitik eintreten.

Hier verfolgt das FORUM die 3xE-Strategie: 1. Energie sparen 2. Energieeffizienz radikal steigern 3. Erneuerbare Energien so ausbauen, dass sie uns bis etwa 2035 zu 100 Prozent versorgen! Wind, Solar, Biomasse, Geothermie, ....

Im März 2000 bildete sich beim Bekanntwerden der Gundremminger Zwischenlagerpläne das FORUM, im März 2002 formierte es sich als eingetragener und gemeinnütziger Verein und Mitte des Jahres 2009 ist es mit rund 720 Mitgliedern, darunter sechs Kommunen in Württemberg und Bayern, sogar die größte Energie-BI Süddeutschlands und zweitgrößte deutsche AntiAtom-Gruppe.

Im November 2008 wies das Bundesverfassungsgericht unsere im September 06 eingereichte Verfassungsbeschwerde zurück. Wir beklagen, dass die neue Atommüll-Lagerung in Gundremmingen mangels ausreichendem Schutz gerade vor Terroranschlägen gegen unsere in der Verfassung verbrieften Rechte auf Gesundheit und Leben verstößt und mangels Endlager den im Artikel 20a uns auferlegten Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen verletzt. Diese Klage ist bei den deutschen Gerichten bisher erfolglos geblieben. Wir sind überzeugt: Gerade bei Berücksichtigung des ‚Kalkar-Urteils’ vom 8. August 1978 des Bundesverfassungsgerichts, in dem steht, dass die Nutzung der Kernkraft nur derzeit noch verfassungskonform ist, weil alle Gefährdungen hypothetisch seien, muss man angesichts der späteren Erfahrungen von Harrisburg (1979), Tschernobyl (1986), New York (2001) und Fukushima (2011) erkennen, dass die Nutzung der Atomkraft real sogar landesgefährlich ist und gegen unsere Grundrechte verstößt und somit verfassungswidrig ist.
Nach § 17 des Atomgesetzes ist eine Widerrufung der Betriebsgenehmigung geboten.

Von den Atomkonzernen zu den Ökostromfirmen wechseln!
Frauen und Männer wählen, die konsequent
für Atomausstieg und Klimaschutz eintreten!