Medienerklärung des Verein FORUM vom 17.08.2011


Wir suchen Aufbewahrer für den Atommüll. RWE/LEW produziert zwar seit 1966 in Gundremmingen Atommüll – hat aber noch kein einziges Kilo entsorgt. Deswegen werden am Samstag, 20. August 2011, Mitglieder unserer Bürgerinitiative mit Atommüllfässern über das Land ziehen und den Menschen den tödlich strahlenden MÜLL "zeigen".
Voraussichtlich werden die Sucher nach Aufbewahrorten für den Atommüll mit dem Zug fahren, Atommüllfässer mitführen und unter anderem die Fränkische Seenplatte, Kloster Andechs wie auch die Augsburger Innenstadt inspizieren.
Das aktualisierte Infoblatt des FORUMS ‚Kein Kilo entsorgt’ zeigt anhand von Zitaten sowohl der Atomindustrie wie verantwortlicher Politiker, dass seit Jahrzehnten gelogen wird. Dem Volk wird nicht die Wahrheit über die Größe des Atommüllproblems gesagt. Und die Zahlen sind schrecklich.

Weitere Informationen zu Atom-Müll-On-Tour im Internet:
www.atommuell-lager.de/aktuell/2011.08.20Atommüllontour.pdf
und beim Aktionskoordinator Thomas Feller fellertho<at>gmx.de oder T. 08295-626.


Raimund Kamm - Vorstand

Das FORUM drückt mit seinem langen Vereinsnamen aus, dass wir sowohl gegen die gefährliche Atommüll-Lagerung wie –Erzeugung kämpfen als auch für eine Verantwortbare Energiepolitik eintreten.

Hier verfolgt das FORUM die 3xE-Strategie: 1. Energie sparen 2. Energieeffizienz radikal steigern 3. Erneuerbare Energien so ausbauen, dass sie uns bis etwa 2035 zu 100 Prozent versorgen! Wind, Solar, Biomasse, Geothermie, ....

Im März 2000 bildete sich beim Bekanntwerden der Gundremminger Zwischenlagerpläne das FORUM, im März 2002 formierte es sich als eingetragener und gemeinnütziger Verein und Mitte des Jahres 2009 ist es mit rund 720 Mitgliedern, darunter sechs Kommunen in Württemberg und Bayern, sogar die größte Energie-BI Süddeutschlands und zweitgrößte deutsche AntiAtom-Gruppe.

Im November 2008 wies das Bundesverfassungsgericht unsere im September 06 eingereichte Verfassungsbeschwerde zurück. Wir beklagen, dass die neue Atommüll-Lagerung in Gundremmingen mangels ausreichendem Schutz gerade vor Terroranschlägen gegen unsere in der Verfassung verbrieften Rechte auf Gesundheit und Leben verstößt und mangels Endlager den im Artikel 20a uns auferlegten Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen verletzt. Diese Klage ist bei den deutschen Gerichten bisher erfolglos geblieben. Wir sind überzeugt: Gerade bei Berücksichtigung des ‚Kalkar-Urteils’ vom 8. August 1978 des Bundesverfassungsgerichts, in dem steht, dass die Nutzung der Kernkraft nur derzeit noch verfassungskonform ist, weil alle Gefährdungen hypothetisch seien, muss man angesichts der späteren Erfahrungen von Harrisburg (1979), Tschernobyl (1986), New York (2001) und Fukushima (2011) erkennen, dass die Nutzung der Atomkraft real sogar landesgefährlich ist und gegen unsere Grundrechte verstößt und somit verfassungswidrig ist.
Nach § 17 des Atomgesetzes ist eine Widerrufung der Betriebsgenehmigung geboten.

Von den Atomkonzernen zu den Ökostromfirmen wechseln!
Frauen und Männer wählen, die konsequent
für Atomausstieg und Klimaschutz eintreten!