Medienerklärung des Verein FORUM vom 29.11.06

Doppelter Protest beim FORUM: Behörden verschleppen die Untersuchung der gehäuften Krebserkrankungen um das Atomkraftwerk Gundremmingen

Überrascht wurden In Gundelfingen beim Novembertreff des FORUMS die 25 Vereinsaktiven, dass erstmals ein Professor der Universität Augsburg mit einigen Studenten erschien. „Wir wollen uns selber ein Bild vom Widerstand gegen das Atommüll-Lager Schwaben machen. Gerade heute Abend findet eine gemeinsame Veranstaltung der Universität Augsburg und der schwäbischen Arbeitgeberverbände im AKW Gundremmingen statt. Es darf nicht sein, daß immer mehr Lehrstühle und Professoren der Augsburger Universität durch billige Forschungskooperationen mit der Atomindustrie ihre Unabhängigkeit verkaufen!“ hieß es aus der Universitätsgruppe.

Der Vorstand des FORUMS berichtete, daß jetzt beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe drei Richter prüfen und entscheiden werden, ob die Ende September 06 eingereichte Verfassungsbeschwerde gegen die atomrechtliche Genehmigung des Zwischenlagers zur Entscheidung angenommen wird.

Empört waren die Mitglieder des FORUMS, daß immer noch keine Ergebnisse von der im Jahr 2001 beim Bundesamt für Strahlenschutz begonnenen Untersuchung der Häufung von Krebserkrankungen in den Landkreisen Günzburg, Dillingen, Donau-Ries und Augsburg vorliegen. Eigentlich waren die abschließenden Ergebnisse für Ende 2005 in Aussicht gestellt worden. Der Vereinsvorstand wurde ermächtigt, einen geharnischten Brief an das Bundesamt für Strahlenschutz in Salzgitter zu schreiben.

Raimund Kamm (Vorstand)