Doppelter
Protest beim FORUM: Behörden verschleppen die Untersuchung der gehäuften
Krebserkrankungen um das Atomkraftwerk Gundremmingen
Überrascht wurden
In Gundelfingen beim Novembertreff des FORUMS die 25 Vereinsaktiven,
dass erstmals ein Professor der Universität Augsburg mit einigen Studenten
erschien. „Wir wollen uns selber ein Bild vom Widerstand gegen das
Atommüll-Lager Schwaben machen. Gerade heute Abend findet eine gemeinsame
Veranstaltung der Universität Augsburg und der schwäbischen Arbeitgeberverbände
im AKW Gundremmingen statt. Es darf nicht sein, daß immer mehr Lehrstühle
und Professoren der Augsburger Universität durch billige Forschungskooperationen
mit der Atomindustrie ihre Unabhängigkeit verkaufen!“ hieß es aus
der Universitätsgruppe.
Der Vorstand des
FORUMS berichtete, daß jetzt beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe
drei Richter prüfen und entscheiden werden, ob die Ende September
06 eingereichte Verfassungsbeschwerde gegen die atomrechtliche Genehmigung
des Zwischenlagers zur Entscheidung angenommen wird.
Empört waren die
Mitglieder des FORUMS, daß immer noch keine Ergebnisse von der im
Jahr 2001 beim Bundesamt für Strahlenschutz begonnenen Untersuchung
der Häufung von Krebserkrankungen in den Landkreisen Günzburg, Dillingen,
Donau-Ries und Augsburg vorliegen. Eigentlich waren die abschließenden
Ergebnisse für Ende 2005 in Aussicht gestellt worden. Der Vereinsvorstand
wurde ermächtigt, einen geharnischten Brief an das Bundesamt für Strahlenschutz
in Salzgitter zu schreiben.
Raimund
Kamm (Vorstand)