Medienerklärung des Verein FORUM vom 11.12.06

Maßhalten beim Lichtschmuck

Die übermäßigen Beleuchtungen im Advent und in der Weihnachtszeit sind echte Stromfresser. Rund 420 Millionen Kilowattstunden Strom werden laut Berechnungen des Heidelberger Instituts für Energiedienstleistungen hierfür in diesem Jahr verbraucht. Tendenz steigend und den meisten Strom konsumieren die Privathaushalte.

Als Umweltschützer weisen wir auf die Kehrseite des vielfach überzogenen und auch überhaupt nicht die Besinnlichkeit fördernden Lichtschmucks hin:

  • Wird der Strom in herkömmlichen Kohlekraftwerken produziert, so erzeugt diese Beleuchtung rund 420.000 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid.
  • Wird der Strom in einem AKW hergestellt, so führt dies sowohl zu rund 1000 Kilogramm tödlich strahlenden Brennelementmüll, der etwa eine Million Jahre isoliert werden muß, als auch zu rund acht Kubikmeter schwachradioaktiven Müll
  • Aber auch die Produktion dieser Strommenge durch Erneuerbare Energien belastet die Umwelt. Wenn die Elektrizität in mit Nachwachsenden Rohstoffen gefütterten Biogasanlagen gewonnen wird, braucht man rund 32.000 Hektar Ackerland für den Anbau der Energiepflanzen.
Mit Maßhalten und zum Beispiel Einsatz von Schaltuhren bei der Beleuchtung im Advent und anschließend in der Weihnachtszeit können wir die Umwelt schonen. Und meistens ist dies auch stimmiger als gedankenlose Lichterketten.

 

Raimund Kamm (Vorstand)


Das FORUM drückt mit seinem langen Vereinsnamen (Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik) aus, daß wir sowohl gegen die gefährliche Atommüll-Lagerung wie -Erzeugung kämpfen als auch für eine Verantwortbare Energiepolitik uns einsetzen.

Hier verfolgt das FORUM die 3 x E-Strategie:

  1. Energie sparen
  2. Energieeffizienz radikal steigern
  3. Erneuerbare Energien mittelfristig zur Grundlage unserer Energieversorgung machen.

    Im März 2000 bildete sich beim Bekanntwerden der Gundremminger Zwischenlagerpläne das FORUM, im März 2002 formierte es sich als eingetragener und gemeinnütziger Verein und im Herbst 2006 ist es mit rund 650 Mitgliedern, darunter sechs Kommunen in Württemberg und Bayern, sogar die größte Anti-Atom-BI Süddeutschlands.