Medienerklärung des Verein FORUM vom 12.04.07

Windenergie extrem erfolgreich im I. Quartal 2007 Baden-Württemberg und Bayern haben nichts davon

Die am 11.4.07 vom ISET (Institut für Solare Energieversorgungstechnik, Verein an der Universität Kassel e.V.) veröffentlichten Zahlen über die monatliche Energielieferung aller deutschen Windkraftwerke im I. Quartal sind Anlass zum Jubel: Die vielen in Deutschland neu gebauten Anlagen konnten dank guter Windverhältnisse viel mehr Strom erzeugen als je zuvor.

http://reisi.iset.uni-kassel.de/pls/w3reisiwebdad/www_reisi_page_new.show_page?lang=ger&owa=Windenergieeinspeisung.daten%3Fp_lang=ger%26bild_id=277

  • Jan. 07: 7,8 Milliarden Kilowattstunden (Jan 06: 1,8 Mrd. kWh)
  • Feb. 07: 3,2 Milliarden kWh (Feb. 06: 2,2 Mrd. kWh)
  • März 07: 4 Milliarden kWh (März 06: 2,7 Mrd. kWh)

An Baden-Württemberg und Bayern geht dieser Segen vorbei. Infolge unheilvoller Blockadepolitik stehen in diesen beiden Ländern nur jeweils rund 300 Windkraftanlagen (WKA). Die enge Verflechtung zwischen den zwei Stromkonzernen EON und EnBW, die früher Staatsbetriebe waren, und den Regierenden führt zu einer ständigen Anti-Wind-Propaganda. So wurde auch bei vielen Kommunalpolitikern das Vorurteil erzeugt, daß Windenergie im Binnenland unsinnig sei.

Dabei haben die schnellen technischen Fortschritte dazu geführt, daß die modernen Anlagen, die speziell für den Binnenlandeinsatz optimiert sind, an vielen süddeutschen Standorten im Jahr auch 5 – 10 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen können. Im Küstenland Schleswig-Holstein erzeugen 2.620 Anlagen Windstrom, decken 35 % des Nettostromverbrauchs und verschaffen Tausenden Arbeitsplätze und Unternehmensgewinne. In Sachsen-Anhalt, zwar im Norden aber nicht an der Küste gelegen und AKW-frei, arbeiten 1.855 WKA. Sie decken damit sogar rund 50 Prozent des Nettostromverbrauchs.


Raimund Kamm Vorstand