An Baden-Württemberg
und Bayern geht dieser Segen vorbei. Infolge unheilvoller Blockadepolitik
stehen in diesen beiden Ländern nur jeweils rund 300 Windkraftanlagen
(WKA). Die enge Verflechtung zwischen den zwei Stromkonzernen EON
und EnBW, die früher Staatsbetriebe waren, und den Regierenden führt
zu einer ständigen Anti-Wind-Propaganda. So wurde auch bei vielen
Kommunalpolitikern das Vorurteil erzeugt, daß Windenergie im Binnenland
unsinnig sei.
Dabei haben die
schnellen technischen Fortschritte dazu geführt, daß die modernen
Anlagen, die speziell für den Binnenlandeinsatz optimiert sind, an
vielen süddeutschen Standorten im Jahr auch 5 – 10 Millionen Kilowattstunden
Strom erzeugen können. Im Küstenland Schleswig-Holstein erzeugen 2.620
Anlagen Windstrom, decken 35 % des Nettostromverbrauchs und verschaffen
Tausenden Arbeitsplätze und Unternehmensgewinne. In Sachsen-Anhalt,
zwar im Norden aber nicht an der Küste gelegen und AKW-frei, arbeiten
1.855 WKA. Sie decken damit sogar rund 50 Prozent des Nettostromverbrauchs.