Zur Erinnerung:
Atommüll-Entsorgungsversprechen gebrochen
Heute vor 24
Jahren sagte im Deutschen Bundestag der Bundeskanzler Helmut Kohl
in seiner ersten Regierungserklärung nach der am 6.3.1983 von Union
+ FDP gewonnenen Bundestagswahl: „Die Entsorgung muß und wird zügig
verwirklicht werden.“
Bis heute wurden
in Deutschlands Atomreaktoren knapp 12.000.000 Kilogramm Brennelementmüll
erzeugt. Dieser strahlt tödlich und muß sicher von der Lebenswelt
der Menschen, Tiere und Pflanzen isoliert werden. Es braucht über
1 Million Jahre bis seine Radioaktivität auf ein wieder aushaltbares
Maß abgeklungen ist. Noch nicht ein Kilo dieses Mülls wurde in
Deutschland entsorgt!
Auch alle anderen
Atomländer dieser Erde haben bis heute kein Endlager für diesen Atommüll
geschaffen. Geschweige denn ein für 1 Million Jahre sicheres! Die
geologischen und technischen Probleme sind einfach zu groß.
Unsere jetzt
700 Mitglieder große Bürgerinitiative wartet weiter auf den Beschluss
des Bundesverfassungsgerichts über die von unseren fünf Klägern eingereichte
Verfassungsbeschwerde, daß die Atommülllagerung unsere Grundrechte
auf Leben und körperliche Unversehrtheit wie auch Eigentum verletzt
und zudem gegen die in Artikel 20a fest gesetzte Verpflichtung des
Staates „auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die
natürlichen Lebensgrundlagen“ zu schützen, verstößt.