Medienerklärung des Verein FORUM vom 04.05.07

Zur Erinnerung: Atommüll-Entsorgungsversprechen gebrochen

Heute vor 24 Jahren sagte im Deutschen Bundestag der Bundeskanzler Helmut Kohl in seiner ersten Regierungserklärung nach der am 6.3.1983 von Union + FDP gewonnenen Bundestagswahl: „Die Entsorgung muß und wird zügig verwirklicht werden.“

Bis heute wurden in Deutschlands Atomreaktoren knapp 12.000.000 Kilogramm Brennelementmüll erzeugt. Dieser strahlt tödlich und muß sicher von der Lebenswelt der Menschen, Tiere und Pflanzen isoliert werden. Es braucht über 1 Million Jahre bis seine Radioaktivität auf ein wieder aushaltbares Maß abgeklungen ist. Noch nicht ein Kilo dieses Mülls wurde in Deutschland entsorgt!

Auch alle anderen Atomländer dieser Erde haben bis heute kein Endlager für diesen Atommüll geschaffen. Geschweige denn ein für 1 Million Jahre sicheres! Die geologischen und technischen Probleme sind einfach zu groß.

Unsere jetzt 700 Mitglieder große Bürgerinitiative wartet weiter auf den Beschluss des Bundesverfassungsgerichts über die von unseren fünf Klägern eingereichte Verfassungsbeschwerde, daß die Atommülllagerung unsere Grundrechte auf Leben und körperliche Unversehrtheit wie auch Eigentum verletzt und zudem gegen die in Artikel 20a fest gesetzte Verpflichtung des Staates „auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen“ zu schützen, verstößt.


Raimund Kamm Vorstand