Kalenderblatt
28. Mai
1986 hieß es
im Landtag von Baden-Württemberg: "Die Weichen für Alternativen zur
Kernkraft müssen heute gestellt werden und nicht erst im Jahr 2000.“
Manche denken
im Jahr 2007 in zwei sich abwechselnden Sorgen:
Wenn sie davon hören, dass der in den Kernkraftwerken erzeugte Atommüll
über 1 Million Jahre sicher verwahrt werden muß, dass bis heute noch
kein Kilo des extrem strahlenden Brennelementmülls entsorgt worden
ist – in keinem Land der Erde! - wollen sie schnellstmöglich die AKW
abschalten. Auch die Gefahren der laufenden Atomkraftwerke zumal die
immer bedrohlicher werdenden Risiken von Terroranschlägen beziehungsweise
des „Missbrauchs“ der Atomtechnik für den Atombombenbau mahnen zum
Ausstieg.
Dann
wieder wird bewußt, welch ebenfalls heute noch schwer vorstellbare
Katastrophen die globale Erwärmung auslösen wird – und viele wollen
alles tun, um weniger CO2 zu erzeugen.
Dies ausnutzend,
schlagen die vier Atomkonzerne RWE, EON, EnBW und Vattenfall immer
wieder vor: Lasst uns doch die Laufzeit der Kernkraftwerke verlängern
und in der gewonnenen Zeit, die Erneuerbaren Energien ausbauen.
Ein Blick in unser
Kalenderblatt www.atommuell-lager.de/aktuell_kalender.php
zeigt, wie alt und heute schamlos dieser Vorschlag ist: 28.05.1986
"Die Weichen für Alternativen zur Kernkraft müssen heute gestellt
werden und nicht erst im Jahr 2000. Jetzt muß erforscht werden und
entwickelt werden, was später in Serie genutzt werden soll. Die Zukunft
gehört nicht der Kernkraft, weil kein Mensch mit so großen Risiken
leben will, wenn es risikoärmere, gefahrlosere Arten der Energieerzeugung
gibt." Erwin Teufel, Fraktionsvorsitzender der CDU.
Wir Umweltschützer
wollen nicht müde werden, eine verantwortbare 3-E-Energiepolitik
zu fordern: 1. Energie sparen 2. Energieeffizienz radikal steigern
3. Erneuerbare Energien mittelfristig zur Quelle unserer Energieversorgung
zu machen.
Übrigens: Wie
groß die brachliegenden Möglichkeiten von Energiesparen und Energieeffizienz
sind, sagte vor wenigen Tagen der Energieexperte des Bayerischen Landesamtes
für Umwelt, Dr. Josef Hochhuber, bei einem Vortrag in der Handwerkskammer
für Schwaben: „Die Einsparung von 20 % unseres Energieverbrauchs ist
sogar wirtschaftlich, von 40 % ist technisch und von 50 – 75 % theoretisch
möglich.“