Medienerklärung des Verein FORUM vom 29.05.07

Schon seit wenigstens 10 Tagen - Hüllrohrdefekt im Gundremminger Block B

Schon seit wenigstens zehn Tagen weiß man im AKW Gundremmingen, daß ein Brennstab eines Brennelementes des Blocks B einen Hüllrohrdefekt hat. Dies wurde der Aufsichtsbehörde mitgeteilt. Aber wiedermal nicht den Medien und den Bürgerinnen und Bürgern Nordschwabens. Den Nachbarn bleibt somit erstmal unbeantwortet, wie der Vorfall bemerkt wurde, wie viel zusätzliche radioaktive Emissionen hierdurch verursacht werden und wann der defekte Brennstab ausgetauscht werden soll.

Zur Erinnerung: Im November 2005 wurde ein ähnlicher Vorfall – auch im Block B - mit „geplantem Winter-check up“ zu tarnen versucht.

Wenn ein Hüllrohr defekt wird, entweichen die bei der Kernspaltung entstehenden radioaktiven Gase in das Wasser des Hauptkreislaufes. Zum Teil werden sie wieder aufgefangen und kontrolliert über den Schornstein in die Luft gelassen. Dies muß so erfolgen, daß die Grenzwerte nicht überschritten werden. Der schlanke über 100 Meter hohe Schornstein des AKW wird von den AKW-Betreibern im Allgemeinen nicht erwähnt, da man vorgibt, das AKW arbeite mit „geschlossenen Kreisläufen“.


Raimund Kamm Vorstand