AKW-Störfall
in Brunsbüttel und AKW-Unfall in Krümmel
Was
sagt eigentlich der verantwortliche Chef Dr. Thomauske?
Viel Empörung
löste vor einigen Jahren in unserem Raum die Nachricht aus, dass der
Chef der Genehmigungsgruppe Zwischenlager beim Bundesamt für Strahlenschutz,
Dr. Bruno Thomauske, quasi mit Erledigung dieser Bewilligungen für
zwölf neue Atommüll-Lager in Deutschland zum Geschäftsführer der Vattenfall
Europe Nuclear Energy GmbH gemacht wurde. Er konnte damit vermutlich
sein Einkommen vervielfachen und den Atomkonzernen behördeninterne
Genehmigungsgeheimnisse verschaffen, die diesen Firmen in den Gerichtsverfahren
helfen.
Denn wir Betroffenen
in den AKW-Regionen sowie wir Umweltschützer halten die Genehmigungen
gerade unter Berücksichtigung von Terrorrisiken für gegen unsere Grundrechte
auf Gesundheit, Leben und Eigentum verstoßende Rechtsakte und haben
deswegen geklagt. Nun hoffen wir, daß das Bundesverfassungsgericht
diese Grundrechtsverletzungen erkennt und unserer Verfassungsbeschwerde
stattgibt.
Dr. Thomauske
ist jetzt Chef der zwei von Vattenfall in Deutschland geführten Kernkraftwerke,
dem AKW Brunsbüttel und dem AKW Krümmel. Beides Siedewasserreaktoren
und beide besonders auffällig: Das seit 1976 laufende AKW Brunsbüttel
hat bisher zusammengerechnet fast die Hälfte seiner Betriebsjahre
wegen technischer Probleme und gefährlicher Störfälle still gestanden.
Das AKW Krümmel lag im letzten Jahr an der besorgniserregenden
Spitze der meldepflichtigen Vorfälle. Aber vom Gesamtverantwortlichen
Dr. Thomauske hört man keine Erläuterungen zu den Ursachen und Hintergründen.
Er sucht wohl nur den Kontakt zu den Medien, wenn es um skrupellose
Forderungen nach Verlängerung der Gefahrzeit seiner gefährlichen Siedewasserreaktoren
und das „Schönreden“ von Gorleben geht. Es wäre doch eine Idee, wenn
Journalisten ihn mal anriefen.
Raimund Kamm
Vorstand