AKW Gundremmingen
- Reaktortests in den letzten Tagen verheimlicht
Nach aufgedeckten
Störfällen hat auch das vom nordrhein-westfälischen RWE-Konzern geführte
AKW Gundremmingen immer wieder versprochen, zur Rückgewinnung des
Vertrauens zukünftig sich wie ein „gläsernes Kernkraftwerk“ zu verhalten
und die Nachbarn und Medien sachgerecht zu informieren.
Dagegen wurde
in den letzten Tagen wieder verstoßen. Nach uns zugegangenen Hinweisen,
deren Richtigkeit wir nicht prüfen können, hat das AKW am vergangenen
Sonntag (29.7.) und Montag (30.7.) besondere Tests gemacht, für die
die Leistung mal um 150.000 kW gedrosselt wurde.
Wir fordern
– wiedermal – Aufklärung: Was waren Anlass und Ziel der Reaktortests
und was sind die Ergebnisse?
Übrigens: Die
Leistung des größten deutschen AKW wurde interessanterweise in einer
Zeit gedrosselt, wo bereits 6 von 17 deutschen AKW wegen Störfällen
(Biblis A, Biblis B, Krümmel, Brunsbüttel, Unterweser) beziehungsweise
Jahresrevision (Isar 2) still standen. Und dennoch „gingen die Lichter
nicht aus“. Im Gegenteil: im ersten Halbjahr 2007 hat Deutschland
zwar 21,4 Milliarden Kilowattstunden Strom importiert, aber sogar
32,3 Milliarden exportiert. Dieser Exportüberschuss von fast 11 Milliarden
kWh macht etwa soviel aus, wie Deutschlands größtes Kernkraftwerk,
das AKW Gundremmingen, produziert. Rechnerisch arbeitet dieses AKW
also nur für den Stromexport.