Schäubles
Warnungen vor drohendem Atom-Anschlag ernst nehmen
Da bei der Spaltung
von Atomkernen sowohl ungeheuer viel Energie freigesetzt wird als
auch extrem radioaktive, tödlich strahlende Stoffe entstehen, können
Atom-Anschläge unvergleichlich mehr vernichten als herkömmliche Sprengstoff-
oder Chemieanschläge.
Bundesinnenminister
Wolfgang Schäuble hat jetzt, nachdem seit zwei Wochen der aus dem
Raum Gundremmingen stammende Ingenieurstudent Fritz Gelowicz, der
der Kopf einer bisher zu beispiellosen Anschlägen entschlossenen islamistischen
Terrorgruppe sein soll, verhört wird, gesagt, dass nach Ansicht von
Sicherheitsfachleuten ein Atomanschlag nur noch eine Frage der Zeit
sei.
Damit bestätigt
er die Gefahr, die wir sogar schon vor dem 11.9.2001 in das Zentrum
unserer Einwendungen gegen das neue Atommüll-Lager Gundremmingen gestellt
haben: Wenn durch einen Anschlag auf ein Atomkraftwerk, auf einen
Atomtransport oder auf ein Atommüll-Lager auch nur ein Bruchteil der
dort erzeugten beziehungsweise verwahrten Radioaktivität freigesetzt
wird, können ganze Städte und Landkreise tödlich verseucht werden.
Deswegen halten
wir die Atomtechnik latent für die größte Gefahr, die es je für uns
und unsere Heimat gegeben hat. Ein Atom-Anschlag kann auch unterhalb
der Schwelle einer Atomwaffenexplosion das Land durch die Radioaktivität
zur Todeszone machen.
Die AKW-Betreiber
versuchen ja der Bevölkerung zu verheimlichen, dass über 99,99 Prozent
aller Radioaktivität erst in den Atomkraftwerken durch die Spaltung
der Uranatome entsteht. Wenn ein Brennstab in einem AKW nach 4 – 5
Jahren Arbeitszeit verbraucht ist, ist er mehr als eine Milliarde
mal so radioaktiv wie der ursprüngliche Uranbrennstab. Und es dauert
mehr als eine Million Jahre bis diese todbringende Strahlung wieder
auf das Ursprungsniveau abgeklungen ist.
Deswegen fordern
wir unermüdlich:
(1) Überwindung
der unverantwortlichen Atomtechnik und Umschwenken auf die 3 x E Energiepolitik
mit a) Energieeinsparen, b) Energieeffizienz und c) Erneuerbare Energien
so ausbauen, dass sie uns in etwa 30 Jahren zu 100 Prozent versorgen.
(2) Kurzfristig
müssen die alten AKW, die infolge dünner Bauweise auch besonders anschlagsgefährdet
sind, still gelegt werden. Dies sind: Biblis A, Biblis B, Brunsbüttel,
Neckarwestheim 1, Isar 1, Esensham (Unterweser), Philippsburg 1 und
Krümmel. Die süddeutschen Atommüll-Lager, die nur mit halb so dicken
Wänden und Decken wie die norddeutschen gebaut wurden, müssen mittels
zusätzlicher Schutzwände gegen Anschläge geschützt werden.
In einem aus gegebenem
Anlass aktualisierten Memorandum
http://www.atom-secur.de/Memorandum-Atom-Terrorgefahr.pdf haben
wir die Hinweise auf Atom-Anschläge zusammengetragen.