FORUM
diskutierte und kritisiert scharf das Atommülldebakel des AKW Gundremmingen
„Es ist ein kleines
Wunder“, sagte beim jüngsten Treffen des FORUM Gemeinsam gegen das
Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V. die
Vorsitzende Monika Hitzler, „dass jetzt, wo das Atommüll-Lager in
Betrieb gegangen ist, scheinbar nichts passiert und vom Bundesverfassungsgericht
in Karlsruhe nichts zu hören ist, wieder 26 Bürger zu unserem FORUM-Treff
gekommen sind.“ Die Kassiererin Uli Brenner ergänzte: Wir haben über
700 Mitglieder und die Zahl wächst langsam aber stetig.
Scharf wurde kritisiert,
dass zwar gerade auch durch die wachsende Terrorgefahren das Risiko
der Gundremminger Atomanlagen unerträglich groß ist, aber die offiziellen
Verlautbarungen der AKW-Betreiber dies verschleiern. So ist es empörend,
dass RWE (LEW) anlässlich der jetzt stattfindenden Revision vom Atomreaktor
C Erfolgsmeldungen mit zudem unwahren CO2-Einsparungszahlen veröffentlichen,
aber kein Wort darüber verlieren, dass die Entsorgung der verbrauchten
und verstrahlten 180 Brennelemente, die zusammen 18.000 Brennstäbe
enthalten, ungelöst ist.
Diese ursprünglich
nur aus Uran bestehenden Brennstäbe sind durch die Kernspaltung während
des vier- bis sechsjährigen Reaktorein-satzes über 10 Milliarden mal
so radioaktiv geworden, wie die unverstrahlten Brennelemente. Sie
müssen deshalb rund 1 Million Jahre sicher von der Lebenswelt der
Pflanzen, Tiere und Menschen isoliert werden. Durch ihre starke Strahlung
würden sie die Lebewesen direkt töten und später würden sie mit der
schwächer gewordenen Strahlung Krebswachstum auslösen. Seit Inbetriebnahme
vom Reaktor A im Jahr 1966 wird in Gundremmingen dieser Todesmüll
erzeugt.
Bis heute wurde noch kein einziges Kilo entsorgt, und, was auch in
Schwaben vielen unbekannt ist, es gibt weltweit kein Endlager für
diesen Atommüll - nur provisorische und supergefährliche Zwischenlager.