Medienerklärung des Verein FORUM vom 27.11.07

Forum lädt Mitglieder und Interessierte ein

Gefahren der AKW in Biblis und in Gundremmingen

Freitag, 30. November 07, bereits ab 19:30 Uhr

Landgasthof Sonne in Gundelfingen (Hauptstr. 56)

Wie befürchtet und damals Rot-Grün vorausgesagt, versuchen jetzt die Atomkonzerne die Gefahrzeiten, verharmlosend heißt es manchmal Laufzeiten, ihrer sowohl gewinnbringenden wie extrem gefährlichen als auch ohne Entsorgung laufenden AKW zu verlängern.

Dazu wollen RWE, EON, Vattenfall und EnBW die mit der Bundesregierung 2001 geschlossene Vereinbarung ändern. Sie haben ja, nachdem es weltweit keine Endlager gibt, den drohenden Atommüllnotstand durch die Genehmigung von zwölf neuen dezentralen Zwischenlagern für 40 Jahre verschieben können.

Zwischenbemerkung: Die öffentliche Kritik von RWE & Co an den Zwischenlagern war nur heuchlerischer Theaterdonner für uninformierte Anhänger der Atomenergie. RWE bereitet vermutlich längst vor, Stromkontingente auf das AKW Gundremmingen zu übertragen, und so Deutschlands größtes Kernkraftwerk über das Jahr 2016 hinaus laufen zu lassen.

Da ist es wichtig, dass wir uns mit der Sicherheit der älter werdenden Reaktoren erneut befassen!

Gundremmingen wird von RWE geführt. Im hessischen Biblis betreibt RWE zwei weitere Reaktoren. Dort hat der Atomexperte Henrik Paulitz von der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW jahrelang die Sicherheitsdefizite recherchiert. Seine Erkenntnisse sind die Grundlage der Klage gegen den Weiterbetrieb von Biblis 2. Da solche Klageschriften schwer verdauliche Kost sind, hat die IPPNW die beunruhigenden Erkenntnisse über die Sicherheitsdefizite in einem neuen Film „Biblis angeklagt“ und in einer Zeitung dargestellt. Beides wurde uns jetzt zur Verfügung gestellt, so dass wir im FORUM-Treff am 30.11. uns mit den speziellen Sicherheitsproblemen älter werdender Reaktoren befassen können.

Beim Stillstand anlässlich der großen Revision wurden ja gerade im Block C in Gundremmingen mehrere meldepflichtige Fehler entdeckt, die lange unbekannt gebliebenen waren.


Raimund Kamm Vorstand