Forum lädt
Mitglieder und Interessierte ein
Gefahren
der AKW in Biblis und in Gundremmingen
Freitag,
30. November 07, bereits ab 19:30 Uhr
Landgasthof
Sonne in Gundelfingen (Hauptstr. 56)
Wie befürchtet und damals Rot-Grün vorausgesagt, versuchen jetzt die
Atomkonzerne die Gefahrzeiten, verharmlosend heißt es manchmal Laufzeiten,
ihrer sowohl gewinnbringenden wie extrem gefährlichen als auch ohne
Entsorgung laufenden AKW zu verlängern.
Dazu wollen RWE, EON, Vattenfall und EnBW die mit der Bundesregierung
2001 geschlossene Vereinbarung ändern. Sie haben ja, nachdem es weltweit
keine Endlager gibt, den drohenden Atommüllnotstand durch die Genehmigung
von zwölf neuen dezentralen Zwischenlagern für 40 Jahre verschieben
können.
Zwischenbemerkung:
Die öffentliche Kritik von RWE & Co an den Zwischenlagern war nur
heuchlerischer Theaterdonner für uninformierte Anhänger der Atomenergie.
RWE bereitet vermutlich längst vor, Stromkontingente auf das AKW Gundremmingen
zu übertragen, und so Deutschlands größtes Kernkraftwerk über das
Jahr 2016 hinaus laufen zu lassen.
Da ist es wichtig, dass wir uns mit der Sicherheit der älter werdenden
Reaktoren erneut befassen!
Gundremmingen wird von RWE geführt. Im hessischen Biblis betreibt
RWE zwei weitere Reaktoren. Dort hat der Atomexperte Henrik Paulitz
von der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW jahrelang die Sicherheitsdefizite
recherchiert. Seine Erkenntnisse sind die Grundlage der Klage gegen
den Weiterbetrieb von Biblis 2. Da solche Klageschriften schwer verdauliche
Kost sind, hat die IPPNW die beunruhigenden Erkenntnisse über die
Sicherheitsdefizite in einem neuen Film „Biblis angeklagt“ und in
einer Zeitung dargestellt. Beides wurde uns jetzt zur Verfügung gestellt,
so dass wir im FORUM-Treff am 30.11. uns mit den speziellen Sicherheitsproblemen
älter werdender Reaktoren befassen können.
Beim Stillstand anlässlich der großen Revision wurden ja gerade im
Block C in Gundremmingen mehrere meldepflichtige Fehler entdeckt,
die lange unbekannt gebliebenen waren.